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TSMC Aktie: DRAM-Mangel bremst A20-Fertigung

Speicherknappheit verzögert TSMC-Fertigung für iPhone 18 Pro. Trotz Engpass bleibt das Anlegervertrauen hoch, die Aktie legt seit Jahresbeginn deutlich zu.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Speichermangel stoppt A20-Chip-Produktion
  • iPhone 18 Pro Start gefährdet
  • Institutionelle Anleger erhöhen TSMC-Anteile
  • Aktienkurs seit Jahresbeginn stark gestiegen

Eine Milliarde US-Dollar – so hoch ist der Wert der unverpackten Prozessoren, auf denen TSMC derzeit sitzt. Ein akuter Mangel an speziellen Speicherbausteinen verhindert die Fertigstellung der neuesten Chip-Generation für Apple. Damit wächst der Druck auf die Lieferkette kurz vor der wichtigsten Phase des Jahres.

DRAM-Engpass bremst Produktion des iPhone 18 Pro

Die bei TSMC lagernden Bestände umfassen die neuen A20- und A20-Pro-Chips, die im fortschrittlichen 2-Nanometer-Verfahren gefertigt werden. Laut Medienberichten und Analysten wie Tim Culpan erfordert das komplexe Packaging dieser Bausteine die direkte Integration von LPDDR5X-DRAM. Da die großen Speicherhersteller Micron, SK Hynix und Samsung ihre Kapazitäten derzeit jedoch verstärkt für die enorme Nachfrage aus dem Bereich der KI-Server reservieren, fehlen Apple die notwendigen Komponenten für die Endfertigung.

Die Auswirkungen auf den geplanten Verkaufsstart im September könnten erheblich sein. Zwar wird am Markt erwartet, dass Apple die initiale Nachfrage zum Launch noch decken kann, doch dürften die Lieferzeiten für Online-Bestellungen rasch ansteigen. Das Taiwan Institute of Economic Research weist darauf hin, dass TSMC die Produktion zwar flexibel anpassen könne, die unfertigen Wafer im Wert von etwa 32,3 Milliarden Taiwan-Dollar jedoch vorerst gebundenes Kapital darstellen. Betroffen sind primär das iPhone 18 Pro sowie ein neues faltbares Modell, während das Basismodell des iPhone 18 voraussichtlich erst 2027 erscheinen wird.

Investoren nutzen Kursniveau zum Einstieg

Trotz der logistischen Herausforderungen bleibt das Vertrauen institutioneller Anleger in TSMC ungebrochen. Sarasin & Partners erhöhte den Anteil am Unternehmen im zweiten Quartal 2026 massiv um 168,6 Prozent auf nunmehr 529.518 Aktien. Auch andere Investoren wie Brighton Jones oder die Bank of Nova Scotia stockten ihre Positionen zuletzt auf. Diese Zukäufe unterstreichen die zentrale Rolle von TSMC als unverzichtbares Rückgrat der globalen Halbleiterindustrie.

Analysten bewerten die Aktie im Konsens weiterhin mit einem klaren „Buy“. Das Analysehaus Aletheia zeigt sich dabei besonders optimistisch und verweist auf eine erwartete Bruttomarge von 69 Prozent. TSMC wird von Marktbeobachtern zunehmend als der entscheidende Engpass im weltweiten KI-Boom wahrgenommen. Diese Position sichert dem Konzern eine außergewöhnliche Preismacht, selbst wenn externe Faktoren wie die Speicherknappheit das operative Geschäft kurzfristig verlangsamen.

Marktlage und finanzielle Einordnung

An der Börse zeigt sich TSMC weiterhin in einer robusten Verfassung. Am Freitag schloss das Papier bei 363,00 Euro, womit die Aktie ihre positive Tendenz der letzten Tage festigte. Seit Jahresbeginn verzeichnet der Wert damit ein deutliches Plus von 41,25 Prozent. Mit einer Marktkapitalisierung von umgerechnet 1.875,64 Milliarden Euro festigt TSMC seinen Status als eines der wertvollsten Unternehmen der Welt.

Die kommenden Wochen werden zeigen, wie schnell die DRAM-Zulieferungen beschleunigt werden können, um den Lagerüberhang bei den A20-Prozessoren abzubauen. Apple-Chef Tim Cook sprach bereits Ende Juli von signifikanten Einschränkungen in der Lieferkette. Sollte der Mangel an Speicherbausteinen anhalten, könnten Preiserhöhungen bei den kommenden iPhone-Modellen und iPads die Folge sein, um die gestiegenen Kosten für die knappen Komponenten abzufangen.

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Diskussion zu TSMC

Felix Baarz

Felix Baarz ist Wirtschaftsjournalist mit mehr als 15 Jahren Erfahrung in der Berichterstattung über internationale Finanzmärkte. Als gebürtiger Kölner begann er seine Laufbahn bei einer deutschen Fachpublikation, bevor er für sechs Jahre nach New York zog.

In New York berichtete er direkt aus dem Zentrum der globalen Finanzwelt über Entwicklungen an der Wall Street und wirtschaftspolitische Entscheidungen von internationaler Tragweite. Diese Zeit prägte seine analytische Herangehensweise an komplexe Wirtschaftsthemen.

Heute arbeitet Baarz als freier Journalist für führende deutschsprachige Wirtschafts- und Finanzmedien. Seine Schwerpunkte liegen auf der fundierten Analyse globaler Finanzmärkte und der verständlichen Aufbereitung wirtschaftspolitischer Zusammenhänge. Neben seiner schriftlichen Arbeit moderiert er Fachdiskussionen und nimmt an Expertenrunden teil.

Sein journalistischer Ansatz kombiniert tiefgreifende Recherche mit präziser Analyse, um Lesern Orientierung in einer sich wandelnden Wirtschaftswelt zu bieten.