Der weltgrößte Chip-Auftragsfertiger TSMC sieht sich kurzfristig mit stornierten Aufträgen wichtiger Smartphone-Kunden konfrontiert. Steigende Bauteilkosten zwingen Branchengrößen wie MediaTek und Qualcomm offenbar auf die Bremse. Auffällig ist jedoch das Verhalten institutioneller Anleger: Trotz der trüben Aussichten im Mobilfunksektor positionieren sich Großinvestoren mit hohem Kapitaleinsatz für steigende Kurse.
Speicherpreise bremsen Smartphone-Markt
Verantwortlich für die Zurückhaltung der Chip-Entwickler sind massiv gestiegene Kosten im Speichersektor. Im ersten Quartal 2026 verdoppelten sich die Preise für DRAM und NAND nahezu. Für das laufende zweite Quartal werden weitere Aufschläge von bis zu 50 Prozent erwartet. Diese Kostenbelastung zwingt Hardware-Hersteller dazu, ihre Produktionsziele nach unten zu korrigieren. Analysten der MBSB Investment Bank verweisen zudem darauf, dass die Integration von Künstlicher Intelligenz das Konsumverhalten verändert und zusätzlichen Druck auf den klassischen Smartphone-Markt ausübt.
Hedgefonds setzen auf Stärke
Ungeachtet dieser kurzfristigen Delle im Konsumentengeschäft zeigen sich institutionelle Anleger äußerst zuversichtlich. Jüngste Marktdaten belegen auffällige Transaktionen, darunter der Kauf von über 19.000 Call-Optionen für Juni mit einem Basispreis von 370 US-Dollar – ein Volumen von 25 Millionen US-Dollar. Auch bei den Aktienbeständen griffen Schwergewichte zuletzt kräftig zu. Hedgefonds wie Point72 und Citadel bauten ihre Positionen im Vorfeld um 2,85 Millionen respektive 2,48 Millionen Anteile aus.
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Konkurrenz und volle Auftragsbücher
Parallel dazu verschärft sich der technologische Wettbewerb. Berichten zufolge konnte Konkurrent Samsung seine Erfolgsquote bei der anspruchsvollen 2-Nanometer-Fertigung auf 60 Prozent steigern und hat mit der Massenproduktion eigener Chips begonnen. TSMC dominiert den Markt für fortschrittliche Halbleiter (7-Nanometer und darunter) zwar weiterhin mit einem Anteil von über 90 Prozent, spürt aber die Fortschritte der Südkoreaner. Dennoch bleiben die Kapazitäten der Taiwaner für die modernsten N3- und N2-Verfahren bis ins Jahr 2027 vollständig ausgebucht.
Klarheit über die tatsächliche Geschäftsentwicklung bringen die kommenden Tage. Anleger blicken dabei auf zwei konkrete Termine:
- 10. April 2026: Veröffentlichung der Umsatzzahlen für März
- 16. April 2026: Vorlage der offiziellen Ergebnisse für das erste Quartal
Das Management stellte für das laufende Jahr zuletzt ein Umsatzwachstum von 30 Prozent in Aussicht, gestützt durch ein Investitionsbudget von 56 Milliarden US-Dollar.
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