Der weltgrößte Chipfertiger TSMC plant offenbar eine gigantische Ausweitung seiner US-Präsenz. Statt der bisher zugesagten Kapazitäten in Arizona stehen nun doppelt so viele Fabriken im Raum. Dieser Schritt ist nicht nur eine Antwort auf den gewaltigen KI-Boom, sondern auch eine strategische Absicherung gegen wachsende geopolitische Risiken in der asiatischen Heimat.
Milliarden für den Standort USA
Jüngste Berichte deuten darauf hin, dass der Konzern seine Operationen im US-Bundesstaat massiv hochfährt. Im Gespräch sind bis zu zwölf Halbleiterfabriken und vier Anlagen für fortschrittliches Packaging. Das entspräche einer Verdopplung der bisherigen Zusagen. Möglich wird diese Dimension durch einen großen Landkauf: TSMC hat sein Gelände durch angrenzende Flächen auf über 800 Hektar erweitert. Branchenstimmen zufolge könnte das Gesamtinvestment des Unternehmens in der Region langfristig auf bis zu 165 Milliarden US-Dollar anwachsen.
Hinter dieser aggressiven Expansion stehen zwei Haupttreiber. Einerseits zwingt die ungebrochene Nachfrage nach Hochleistungs- und KI-Chips den Konzern zum Handeln. Die dritte Fabrik in Arizona soll bereits die hochmoderne 2-Nanometer-Technologie nutzen. Andererseits wächst der Druck, die Lieferketten robuster aufzustellen. Ein aktueller globaler Helium-Mangel bedroht die Chipfertigung direkt, da das Gas für verschiedene Produktionsschritte essenziell ist.
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Gleichzeitig sorgen geopolitische Spannungen, insbesondere der Iran-Konflikt, für Unsicherheit bei Energie und Logistik. Da Taiwan rund 95 Prozent seines Energiebedarfs importiert, werten Marktbeobachter den US-Ausbau als gezielte Absicherung gegen diese regionalen Verwundbarkeiten.
Starke Margen trotz hoher Kosten
Finanziell ist TSMC für diesen Kraftakt gerüstet. Bereits im Februar genehmigte der Vorstand ein Investitionspaket von knapp 45 Milliarden US-Dollar für den Kapazitätsausbau. Für das laufende erste Quartal 2026 stellt das Management ein Umsatzwachstum von knapp 38 Prozent gegenüber dem Vorjahr in Aussicht. Die Bruttomarge soll trotz der hohen Anlaufkosten für die neuen Übersee-Fabriken bei starken 63 bis 65 Prozent liegen.
Neue Einblicke in die operative Entwicklung liefert der Konzern bereits in der kommenden Woche. Am 10. April veröffentlicht TSMC die Umsatzzahlen für den Monat März. Der vollständige Quartalsbericht inklusive Details zum Investitionsbudget für das laufende Jahr und zum Fortschritt der neuen Technologien folgt am 16. April.
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