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TSMC Aktie: Bank of America hebt 2027-Capex auf 75 Milliarden

Der Chip-Riese plant für 2027 Kapitalausgaben von 75 Milliarden Dollar. Werke in Arizona und Japan erzielen erstmals Gewinne.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Bank of America erhöht Investitionsprognose
  • Erstmals Gewinn in Arizona und Japan
  • Verkauf von VIS-Anteilen für Fokus
  • Aktie knapp unter Rekordhoch

Der weltgrößte Chip-Auftragsfertiger verstärkt seine Investitionen. Die Bank of America hebt ihre Prognose für die Kapitalausgaben 2027 auf 75 Milliarden Dollar an – ein deutliches Signal. Zuvor lag die Schätzung bei 63 Milliarden Dollar. TSMCs Vorstand hatte bereits Kapitalmaßnahmen von 31 Milliarden Dollar gebilligt. 53 Prozent davon fließen in den Ausbau moderner Fertigungskapazitäten.

TSMC hält an seiner Prognose für 2026 fest: Ausgaben von 56 Milliarden Dollar sind geplant.

Die Auslandsfabriken liefern erste Erfolge. Das Werk in Arizona erzielte im ersten Quartal 2026 einen Umsatz von umgerechnet knapp 1,2 Milliarden Euro. Der Nettogewinn lag bei rund 580 Millionen Euro. Nach Verlusten in den Vorjahren ist das eine klare Wende. Ohne staatliche Zuschüsse erreichte Arizona operative Margen von rund 45 Prozent.

Auch in Japan läuft es besser. Das Gemeinschaftsunternehmen JASM in Kumamoto verbuchte im ersten Quartal 2026 den ersten Gewinn – umgerechnet rund 28 Millionen Euro. Die Auslastung steigt, besonders für Chips aus der Auto- und Industriebranche. Ein zweites Werk in Kumamoto ist im Bau. Dort soll künftig das 3-Nanometer-Verfahren zum Einsatz kommen, getrieben von der weltweit hohen KI-Nachfrage.

Verkauf von Beteiligung schärft Fokus

Mitte Mai kündigte TSMC an, bis zu 152 Millionen Aktien der Beteiligung Vanguard International Semiconductor (VIS) zu veräußern. Das entspricht gut 8 Prozent der ausstehenden Anteile. Der Konzern senkt seinen Anteil von rund 27 auf 19 Prozent. Der Verkaufserlös liegt bei umgerechnet etwa 780 Millionen Euro.

TSMC begründet den Schritt mit der Konzentration auf das Kerngeschäft: modernste Fertigungsverfahren und fortschrittliche Chip-Gehäusetechnik. Die strategische und technische Partnerschaft mit VIS bleibe unverändert, betont das Unternehmen.

Die TSMC-Aktie notierte am Dienstag bei 340 Euro. Das sind rund fünf Prozent unter dem Rekordhoch von 358 Euro, das Mitte Mai erreicht wurde. Der 50-Tage-Durchschnitt liegt bei 314 Euro – der Kurs notiert also klar darüber. Der relative Stärke-Index (RSI) von 49,6 signalisiert eine neutrale Marktlage.

Der Chip-Sektor stand zuletzt unter Druck – auch wegen des geplanten VIS-Verkaufs und Streiksorgen bei einem Wettbewerber. TSMC selbst sieht sich gut aufgestellt. Mit einem Weltmarktanteil von über 72 Prozent dominiert der Konzern die Auftragsfertigung. Hochleistungsrechnen macht 61 Prozent des Wafer-Umsatzes aus, moderne Knoten (7 nm und kleiner) steuern 74 Prozent bei.

Für das Gesamtjahr 2026 rechnet TSMC mit einem Umsatzplus von mehr als 30 Prozent in Dollar. Die Nachfrage nach KI-Chips und Recheninfrastruktur treibt das Wachstum – und TSMC investiert massiv, um diesen Bedarf zu bedienen.

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