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TSMC Aktie: Arizona-Tochter steigert Gewinn auf 1,13 Milliarden

Trotz milliardenschwerer Verkäufe durch SoftBank verzeichnet TSMC starke US-Gewinne und plant massive Investitionen in neue Chip-Fabriken.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • SoftBank reduziert TSMC-Anteil drastisch
  • TSMC Arizona verdoppelt Gewinn
  • Investitionsbudget auf 64 Milliarden erhöht
  • Aktie trotz Verkäufen im Aufwärtstrend

Die Aktien von TSMC stehen zum Wochenauftakt im Fokus der Anleger, nachdem bekannt wurde, dass sich prominente Großinvestoren von massiven Anteilen des Halbleiter-Giganten getrennt haben.

Während die japanische SoftBank Group einen Großteil ihrer Beteiligung veräußerte, liefern die operativen Geschäfte in den USA jedoch überraschend starke Zahlen. Das Unternehmen profitiert weiterhin massiv von der ungebrochenen Nachfrage nach KI-Chips, ordnet aber gleichzeitig seine globalen Kapazitäten und Investitionspläne neu ein.

Institutionelle Anleger ordnen Positionen neu

Im abgelaufenen zweiten Quartal hat die SoftBank Group ihre Beteiligung an TSMC drastisch reduziert. Medienberichten zufolge veräußerte der Konzern rund 71,5 Prozent seiner Anteile, was einem Volumen von 1,4 Millionen Aktien entspricht.

Der Erlös aus diesem Verkauf wird auf rund 269,8 Millionen US-Dollar beziffert. SoftBank schichtet damit Kapital in Richtung Finanztechnologie und Konsumgüter um. Auch andere Institutionen wie Tiger Global und Union Bancaire Privee UBP SA reduzierten ihre Positionen im selben Zeitraum um zweistellige Prozentsätze.

Diesem Trend stellten sich jedoch namhafte Hedgefonds-Manager entgegen. Während einige Investoren Kasse machten, stockten Adressen wie Third Point von Daniel Loeb oder Appaloosa von David Tepper ihre Bestände deutlich auf.

Marktbeobachter werten dies als strategische Rotation innerhalb des Sektors, bei der Kapital von Mitbewerbern wie Broadcom abgezogen und in TSMC reinvestiert wurde. Trotz der Verkäufe einiger Schwergewichte notiert das Papier derzeit bei 370,00 Euro und weist seit Jahresanfang ein deutliches Plus von 44 Prozent auf.

US-Geschäft liefert starke Ergebnisbeiträge

Ein wesentlicher Treiber für die positive Stimmung unter den verbliebenen Anteilseignern ist die Entwicklung der Tochtergesellschaft TSMC Arizona. Im ersten Halbjahr 2026 konnte der Standort seinen Gewinn auf 36,1 Milliarden NT-Dollar (umgerechnet etwa 1,13 Milliarden US-Dollar) steigern. Damit liegt das Ergebnis der ersten sechs Monate bereits um mehr als das Doppelte über dem Gewinn des gesamten Vorjahres, der noch bei 16,1 Milliarden NT-Dollar gelegen hatte. Besonders bemerkenswert ist dabei der Beitrag aus dem ersten Quartal, der zu etwa 90 Prozent aus Investmenterträgen stammte.

Der operative Ausbau in den USA schreitet parallel dazu voran. Die zweite Fabrik für die 3-Nanometer-Fertigung ist baulich fertiggestellt und soll in der zweiten Jahreshälfte mit der notwendigen Ausrüstung bestückt werden, um die Massenproduktion im kommenden Jahr zu starten.

Für eine dritte Fabrik, die auf fortschrittliche 2-Nanometer-Technologie spezialisiert ist, wurde bereits im Mai dieses Jahres der Grundstein gelegt. Diese strategische Erweiterung knüpft an die vor rund einem Monat angekündigte Erhöhung der Investitionen in Arizona um 100 Milliarden US-Dollar an.

Investitionen und Kapazitätsausbau im Fokus

Das enorme Wachstumstempo spiegelt sich auch in den jüngsten Quartalszahlen wider. Für das zweite Quartal 2026 meldete TSMC einen Anstieg des Nettogewinns um 77 Prozent auf rund 22 Milliarden US-Dollar im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Allein der Umsatz im Monat Juli kletterte um fast 45 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf über 467 Milliarden NT-Dollar. Die Analysten von JPMorgan verweisen zudem darauf, dass TSMC sein Investitionsbudget für das laufende Jahr auf eine Spanne zwischen 60 und 64 Milliarden US-Dollar angehoben hat.

Diese massiven Ausgaben sind notwendig, um die Marktführerschaft bei der Produktion von KI-Komponenten zu behaupten. Da die Nachfrage nach Hochleistungsrechnern und integrierten Schaltkreisen die weltweiten Kapazitäten weiterhin übersteigt, gewinnt TSMC zunehmend an Preissetzungsmacht gegenüber Zulieferern und Abnehmern.

Aktuell notiert der Kurs etwa 18 Prozent über seinem Durchschnittswert der vergangenen 200 Handelstage, was den langfristigen Aufwärtstrend der Aktie trotz der jüngsten Gewinnmitnahmen institutioneller Investoren unterstreicht.

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Diskussion zu TSMC

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

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