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Trulieve Aktie: 11 Prozent Minus nach NYSE-Debüt

Nach dem Börsengang an der NYSE verliert Trulieve über elf Prozent. Juristische Unsicherheit und Gewinnmitnahmen belasten den Cannabis-Wert.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Kursrutsch nach NYSE-Listing
  • Juristischer Widerstand gegen Cannabis-Reform
  • Trulieve meldet Quartalsgewinn
  • Aktienrückkaufprogramm gestartet

Gestern noch Geschichte geschrieben, heute auf Talfahrt. Trulieve Cannabis verliert zweistellig an Boden, nachdem der historische Sprung an die New York Stock Exchange (NYSE) vollzogen ist. Der Markt quittiert den Meilenstein mit massiven Gewinnmitnahmen.

Trulieve ist der erste US-Cannabis-Anbieter, der seine Aktien direkt an der NYSE handelt. Zuvor war dies wegen der US-Bundesgesetze unmöglich. Eine Umstrukturierung des Geschäftsmodells auf medizinische Produkte machte den Weg frei.

Viele Investoren nutzen den Kurssprung nun für Ausstiege. Ein klassisches „Sell-the-News“-Szenario belastet den Kurs. Die Aktie rutschte am Donnerstag um über elf Prozent ab.

Juristischer Gegenwind aus Washington

Die Euphorie über die Neueinstufung von Cannabis als weniger gefährliche Droge bekommt Risse. In den USA formiert sich juristischer Widerstand gegen die Entscheidung des Justizministeriums. Kläger sehen Verstöße gegen Verwaltungsgesetze und internationale Verträge.

Parallel dazu prüft der US-Kongress den Zeitplan der Arzneimittelbehörde DEA. Diese Unsicherheit drückt auf die Stimmung der institutionellen Anleger. Sie fürchten, dass die Reformen rechtlich keinen Bestand haben könnten.

Rückkehr in die Gewinnzone

Dabei lieferte Trulieve zuletzt solide operative Daten. Im ersten Quartal 2026 kehrte das Unternehmen mit einem Nettogewinn von 2,41 Millionen Dollar in die Gewinnzone zurück. Der Umsatz erreichte 287 Millionen Dollar.

Um das Vertrauen zu stärken, hat der Vorstand ein Aktienrückkaufprogramm gestartet. Bis zu 50 Millionen Dollar will Trulieve in eigene Papiere investieren. Das entspricht etwa fünf Prozent der ausstehenden Aktien.

Am 11. Juni notiert die Aktie bei 9,00 Euro. Trotz des aktuellen Rückschlags liegt das Papier auf Jahressicht noch immer 174 Prozent im Plus. Ende des Monats steht eine wichtige DEA-Anhörung an. Diese wird über die langfristige Stabilität der neuen Regulierung entscheiden.

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