Der US-Versicherer verblüfft die Märkte mit einem fulminanten Zahlenwerk für 2025. Der Überschuss katapultierte sich um satte 26 Prozent auf 6,3 Milliarden Dollar – und das, obwohl die verheerenden kalifornischen Waldbrände das Unternehmen 1,7 Milliarden Dollar kosteten. Wie gelang dieser Kraftakt?
Die Analysten lagen schlichtweg daneben. Sie hatten mit deutlich höheren Katastrophenschäden und entsprechend schwächeren Ergebnissen gerechnet. Stattdessen präsentierte Travelers am Mittwoch Zahlen, die selbst optimistische Prognosen übertrafen. Allein im vierten Quartal sprang der Gewinn um ein Fünftel auf 2,5 Milliarden Dollar – Katastrophenschäden fielen in diesem Zeitraum niedriger aus als befürchtet.
Die Rechnung hinter dem Erfolg
Der Umsatz kletterte im Gesamtjahr um fünf Prozent auf 48,8 Milliarden Dollar. Höhere Prämieneinnahmen bildeten dabei das Fundament. Doch auch das Finanzgeschäft trug seinen Teil bei: Kapitalanlagen warfen deutlich mehr ab als im Vorjahr. Katastrophenschäden belasteten die Bilanz zwar mit 3,7 Milliarden Dollar – mehr als 2024 – doch die Auflösung großzügiger Rückstellungen glich diesen Anstieg nahezu vollständig aus.
Ein cleverer Schachzug: Travelers hatte in der Vergangenheit konservativ kalkuliert und hohe Rücklagen gebildet. Diese Polster konnten nun aufgelöst werden und stützten das Ergebnis genau zum richtigen Zeitpunkt.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Travelers?
Waldbrände: Die teuerste Katastrophe der Branche
Die kalifornischen Feuer zu Jahresbeginn 2025 gingen als kostspieligste Waldbrandkatastrophe in die Versicherungsgeschichte ein. Der Rückversicherer Munich Re bezifferte die gesamten versicherten Schäden auf rund 40 Milliarden Dollar. Für Travelers allein summierten sich die Vorsteuerkosten auf 1,7 Milliarden Dollar. Hinzu kamen Stürme und Hagelereignisse in mehreren Bundesstaaten, die zusätzlich auf die Schadensbilanz drückten.
Dass der Konzern trotz dieser massiven Belastungen einen Gewinnsprung hinlegte, verdeutlicht die Robustheit des Geschäftsmodells. Die Kombination aus Preismacht bei den Prämien und geschicktem Risikomanagement zahlte sich aus.
Markt zeigt sich unbeeindruckt
Paradox: Trotz der positiven Überraschung gab die Aktie am Mittwoch nach. Im NYSE-Handel rutschte der Titel zeitweise um 1,30 Prozent auf 273,13 Dollar ab. Offenbar reichten die starken Zahlen nicht aus, um die Sorgen vor zukünftigen Klimarisiken zu zerstreuen. Die Häufung extremer Wetterereignisse bleibt ein Damoklesschwert über der gesamten Versicherungsbranche.
Travelers-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Travelers-Analyse vom 21. Januar liefert die Antwort:
Die neusten Travelers-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Travelers-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 21. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Travelers: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
