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Travelers Aktie: Gewinnschock hilft nicht

Der US-Versicherer Travelers verzeichnete einen Gewinnanstieg um 50% auf 1,9 Milliarden Dollar, doch die Aktie verlor trotz der starken Quartalszahlen deutlich an Wert.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Gewinnsprung um 50 Prozent im Quartal
  • Aktienkurs verliert bis zu sieben Prozent
  • Katastrophenschäden niedriger als erwartet
  • Combined Ratio verbessert sich deutlich

Die Zahlen hätten besser nicht sein können – trotzdem sackt die Travelers-Aktie ab. Der US-Versicherungsriese überraschte mit einem Gewinnsprung um 50 Prozent auf 1,9 Milliarden Dollar im dritten Quartal. Doch die Börse zeigt sich unbeeindruckt und schickt das Papier auf Talfahrt.

Eigentlich lief alles nach Plan: Die gefürchteten Katastrophenschäden fielen mit 400 Millionen Dollar deutlich niedriger aus als befürchtet. Analysten hatten mit über 600 Millionen Dollar gerechnet. Ein Jahr zuvor hatte das Unternehmen noch mehr als doppelt so viel für Naturkatastrophen aufbringen müssen.

Paradoxe Marktreaktion

Warum reagiert der Markt so negativ auf solch starke Zahlen? Die Aktie verlor im vorbörslichen Handel satte fünf Prozent und rutschte zeitweise um über sieben Prozent auf knapp 250 Dollar ab. Bereits in den Wochen zuvor hatte das Papier merklich an Boden verloren.

Der Gewinn je Aktie schoss auf 8,24 Dollar hoch – Analysten hatten nur 6,32 Dollar erwartet. Der Umsatz kletterte um knapp fünf Prozent auf 12,5 Milliarden Dollar. Die Combined Ratio, das wichtigste Maß für Versicherer, verbesserte sich um fast sechs Prozentpunkte auf 87,3 Prozent.

Sturm- und Hagelschäden belasten

Wind- und Hagelstürme sorgten vor allem in mehreren US-Bundesstaaten für teure Schäden. Doch selbst diese Belastungen konnten den starken operativen Verlauf nicht trüben. Die Nettoprämieneinnahmen stiegen um ein Prozent auf 11,5 Milliarden Dollar.

Trotz des Jahresgewinns von zwölf Prozent bis Mittwoch scheint das Vertrauen der Anleger erschüttert. Die starken Quartalszahlen reichen offenbar nicht aus, um die Skepsis zu zerstreuen. Ob sich die Aktie von diesem Rückschlag erholen kann, bleibt fraglich.

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Diskussion zu Travelers

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Leser meines Börsendienstes erzielten über zwei Jahrzehnte einen durchschnittlichen Depotzuwachs von +576%. Meine rechtzeitigen Warnungen vor dem Crash 2008 halfen vielen Anlegern, Verluste zu minimieren.

Heute teile ich meine Expertise durch den Newsletter "Chartanalyse-Trends", den Börsendienst "Momentum Trader", Vorträge auf Messen wie der Invest Stuttgart sowie YouTube-Videos. Mein "Timing is Money"-Ansatz identifiziert optimale Ein- und Ausstiegszeitpunkte für Aktien, Gold, Kryptowährungen und weitere Anlageklassen.

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