Trane Technologies hat den nächsten Schritt zur Komplettlösung im Rechenzentrum gemacht. Das Unternehmen übernimmt LiquidStack vollständig – nachdem es bereits 2023 als Minderheitsgesellschafter eingestiegen war. Die Akquisition des auf Flüssigkeitskühlung spezialisierten Unternehmens aus Texas soll Anfang 2026 abgeschlossen werden. Finanzielle Details wurden nicht genannt.
Die Übernahme erweitert Tranes Portfolio gezielt in Richtung der heißesten Zukunftstechnologie: Künstliche Intelligenz. LiquidStack entwickelt Kühlsysteme, die direkt am Chip oder via Immersionskühlung arbeiten – speziell für hochdichte KI- und Hyperscale-Rechenzentren. Dort steigen Leistungsdichte und Wärmeentwicklung so stark, dass herkömmliche Luftkühlung an ihre Grenzen stößt.
Vom Kühlaggregat bis zum Chip
Mit der Integration von LiquidStack kann Trane künftig die komplette Kühlkette abdecken: von zentralen Kältemaschinen über Wärmeableitung und Steuerungssysteme bis hin zur Flüssigkeitsverteilung und Chip-Kühlung. Holly Paeper, Präsidentin des Commercial HVAC-Geschäfts bei Trane Technologies, betont: „Die Kunden brauchen integrierte Lösungen, die sich vom zentralen Kühlsystem bis zum Chip skalieren lassen und sich an wechselnde Leistungsanforderungen anpassen können.“
LiquidStack bringt nicht nur Technologie mit, sondern auch ein erfahrenes Team sowie Produktions-, Entwicklungs- und Forschungsstandorte in Texas und Hongkong. Nach Abschluss der Transaktion wird LiquidStack als eigenständige Einheit innerhalb der Commercial HVAC-Sparte von Trane Technologies Americas geführt. CEO und Mitgründer Joe Capes bleibt an Bord und übernimmt eine Führungsrolle im Konzern.
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Zweiter Zukauf in kurzer Zeit
Die LiquidStack-Übernahme folgt einem klaren Muster: Trane Technologies kauft gezielt Technologieunternehmen zu, die das Kerngeschäft stärken, und skaliert sie dann global. Erst kürzlich hatte das Unternehmen den Kauf von Stellar Energy angekündigt – auch dieser Deal soll im ersten Quartal 2026 abgeschlossen werden.
An der Börse zeigt sich die Aktie von den Nachrichten unbeeindruckt. Im vorbörslichen Handel am Dienstag notierte der Titel bei 459,18 Dollar und damit minimal im Minus. Die Bewertung liegt aktuell bei rund 101,8 Milliarden Dollar. Analysten hatten Trane zuletzt positiv gesehen: Oppenheimer hob das Kursziel nach starken Quartalszahlen auf 468 Dollar an und bestätigte seine Kaufempfehlung.
Der Schritt in Richtung Flüssigkeitskühlung ist strategisch nachvollziehbar. Datacenter-Betreiber und Hyperscaler stehen vor der Herausforderung, immer leistungsstärkere KI-Chips effizient zu kühlen – ein Markt, der in den kommenden Jahren deutlich wachsen dürfte. Trane positioniert sich damit als Komplettanbieter in einem Segment, das bisher stark fragmentiert war.
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