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Trade Desk Aktie: Stifel setzt auf Comeback

Die Investmentbank Stifel stuft die Trade-Desk-Aktie als Favorit ein und erwartet für 2026 eine Trendwende, während andere Analysten skeptisch bleiben.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Stifel-Analyst setzt Aktie auf Top-Pick-Status
  • Drei konkrete Katalysatoren für 2026 identifiziert
  • Wettbewerbsbedenken um Amazon werden relativiert
  • Aktie notiert nahe wichtiger technischer Unterstützung

Während die meisten Anleger bei The Trade Desk nur noch Risiken sehen, schlägt die Investmentbank Stifel einen anderen Ton an. Analyst Mark Kelley stufte die Aktie am Freitag als Top-Favorit im Ad-Tech-Sektor ein – und das bei einem Kurs nahe des 52-Wochen-Tiefs. Die zentrale These: Die größten Belastungsfaktoren verlieren 2026 an Kraft, während das operative Geschäft stabiler ist als gedacht.

Drei Katalysatoren für die Erholung

Stifel benennt konkrete Gründe für die optimistische Einschätzung. Erstens: Der US-Wahlkampf, der im zweiten Halbjahr 2025 Werbebudgets band, ist Geschichte. Zweitens: Ab dem zweiten Quartal 2026 soll das Umsatzwachstum deutlich anziehen. Drittens: Die anfänglichen Schwierigkeiten bei der Einführung der KI-Plattform „Kokai“ seien weitgehend ausgeräumt.

Laut Analyst Kelley zeigt das Kerngeschäft – bereinigt um politische Werbeausgaben – solide Wachstumsraten. Die aktuelle Bewertung berücksichtige diese Stabilität nicht, so die Argumentation.

Amazon-Bedrohung überschätzt?

Die Skepsis der Anleger hat handfeste Gründe. Amazons aggressive Expansion im Bereich der Demand Side Platforms (DSP) gilt als direkte Konkurrenz zu Trade Desk im sogenannten „Open Internet“. Zusätzlich schüren Sorgen um generative KI Zweifel, ob das bisherige Geschäftsmodell langfristig trägt.

Stifel widerspricht: Die Befürchtungen rund um Amazon seien zunehmend schwer zu begründen, wenn man sich die tatsächlichen Geschäftszahlen ansehe. Die Bank sieht die Wettbewerbsposition stabiler als vom Markt eingepreist.

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Gespaltene Analystenmeinungen

Nicht alle Experten teilen Stiefels Optimismus. Die Investmentbank Guggenheim senkte am 5. Januar ihr Kursziel von 55 auf 50 Dollar – bei weiterhin positivem Rating. Die Begründung: anhaltende Wettbewerbsrisiken. Während Stifel auf eine schnelle Trendwende ab Q2 2026 setzt, warten andere Häuser auf konkretere Beweise für einen intakten Burggraben.

Diese Diskrepanz spiegelt die Unsicherheit am Markt wider. Die Aktie notiert aktuell bei etwa 37 Dollar, nur knapp über der kritischen Unterstützung bei 35,65 Dollar. Ein nachhaltiger Ausbruch über 40 Dollar wäre das erste technische Signal für eine Stabilisierung.

Entscheidung an der Unterstützung

Die kommenden Wochen dürften zeigen, ob Stiefels Einschätzung trägt. Hält die Marke um 35,65 Dollar, könnte sich die „Top Pick“-Einstufung als Wendepunkt erweisen. Fällt die Aktie darunter, würde der Abwärtstrend hingegen Fahrt aufnehmen. Spätestens mit den Quartalszahlen im Frühjahr wird sich klären, ob die prognostizierte Umsatzbeschleunigung eintritt.

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Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Leser meines Börsendienstes erzielten über zwei Jahrzehnte einen durchschnittlichen Depotzuwachs von +576%. Meine rechtzeitigen Warnungen vor dem Crash 2008 halfen vielen Anlegern, Verluste zu minimieren.

Heute teile ich meine Expertise durch den Newsletter "Chartanalyse-Trends", den Börsendienst "Momentum Trader", Vorträge auf Messen wie der Invest Stuttgart sowie YouTube-Videos. Mein "Timing is Money"-Ansatz identifiziert optimale Ein- und Ausstiegszeitpunkte für Aktien, Gold, Kryptowährungen und weitere Anlageklassen.