Die Eskalation im Nahen Osten zwingt TotalEnergies zu weitreichenden operativen Einschnitten. Der Energiekonzern nimmt rund 15 Prozent seiner globalen Produktion vom Netz, da Raketen- und Drohnenangriffe die Infrastruktur in der Golfregion zunehmend gefährden. Wer nun einen Ausverkauf an der Börse erwartet, wird überrascht: Die Papiere des Unternehmens klettern unbeeindruckt auf neue Höchststände.
Ölpreis-Explosion kompensiert Ausfälle
Am vergangenen Freitag bestätigte das Management die gezielte Abschaltung von Anlagen in Katar, im Irak sowie auf Offshore-Plattformen in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Dieser Schritt kostet den Konzern etwa zehn Prozent seines gesamten Upstream-Cashflows. Allerdings greift hier ein simpler mathematischer Hebel: Das Unternehmen kalkuliert, dass bereits ein Anstieg des Brent-Ölpreises um acht US-Dollar pro Barrel – ausgehend von einer Basis von 60 US-Dollar – diese Verluste vollständig ausgleicht. Da Brent aktuell bei rund 104 US-Dollar notiert, überkompensiert das hohe Preisniveau die wegfallenden Fördermengen bei Weitem.
Treiber dieser massiven Preisrally ist die faktische Schließung der strategisch wichtigen Straße von Hormus. Anstatt der üblichen 150 Schiffe passieren derzeit nur noch sechs bis sieben Einheiten pro Tag diese Meerenge, durch die normalerweise ein Fünftel des weltweiten Ölbedarfs transportiert wird. Die Börse honoriert die sprudelnden Gewinne aus den verbleibenden Fördergebieten: Zum Handelsschluss am Freitag markierte der Titel mit 72,05 Euro exakt ein neues 52-Wochen-Hoch. Seit Jahresanfang verzeichnet der Wert damit ein beachtliches Plus von 27,57 Prozent.
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Neue Kapazitäten in Nordafrika
Abseits des Krisenherds im Nahen Osten schafft der Konzern derweil neue Kapazitäten in Nordafrika. Nach zehnjähriger Stilllegung läuft die Produktion im libyschen Mabruk-Ölfeld wieder an. Die Anlage, an der TotalEnergies 37,5 Prozent hält, bringt eine zusätzliche Gesamtkapazität von bis zu 30.000 Barrel pro Tag auf den Markt.
Solange die geopolitische Risikoprämie die Ölpreise auf dem aktuellen Niveau über 100 US-Dollar fixiert und die europäischen Außenminister am heutigen Montag erst über mögliche militärische Schutzmissionen für Handelsschiffe beraten, überwiegen für den Konzern die finanziellen Vorteile der Krise deutlich die regionalen operativen Einschränkungen.
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