Startseite » Aktien » TotalEnergies: 800 Millionen aus Energiehandel

TotalEnergies: 800 Millionen aus Energiehandel

TotalEnergies erzielt 800 Mio. Dollar Extra-Gewinn durch Energiehandel. CEO warnt vor leerlaufenden Ölreserven und politischem Druck aus Europa.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • 800 Mio. Dollar Zusatzgewinne aus Handel
  • Nettogewinn steigt um 51 Prozent
  • CEO warnt vor schwindenden Ölreserven
  • EU-Länder fordern neue Kriegsgewinnsteuer

Der Krieg im Nahen Osten hat die Energiemärkte in Aufruhr versetzt. TotalEnergies zieht daraus Kapital— im wörtlichen Sinne.

Handelsgewinne auf Rekordniveau

Extreme Volatilität beim Ölpreis ist für Raffineure und Produzenten ein Problem. Für gut aufgestellte Handelsbücher ist sie eine Chance. TotalEnergies nutzte genau das: Das Unternehmen erzielte im ersten Quartal 2026 rund 800 Millionen US-Dollar zusätzliche Gewinne allein aus dem Energiehandel.

Das trug maßgeblich dazu bei, dass der Nettogewinn um 51 Prozent auf 5,8 Milliarden US-Dollar stieg. Brent-Rohöl hatte während der Eskalation kurzzeitig die Marke von 126 US-Dollar überschritten. Analysten erwarten, dass der Preis bis ins dritte Quartal dreistellig bleibt.

CEO warnt vor leerem Pufferlager

Patrick Pouyanné, Chef von TotalEnergies, zeichnet ein ernüchterndes Bild der globalen Versorgungslage. Seit Kriegsbeginn hat die Welt rund 500 Millionen Barrel aus bestehenden Lagerbeständen verbraucht. Der tägliche Abbau liegt bei 10 bis 13 Millionen Barrel.

Die Ursache: Die Ölproduktion am Persischen Golf ist um geschätzte 57 Prozent eingebrochen. JPMorgan warnt, dass Preise von 150 US-Dollar im Sommer möglich sind— sofern die Straße von Hormus weiter eingeschränkt bleibt. Das ist kein Wunschdenken der Bären, sondern eine Basisannahme der Bank.

Politischer Gegenwind aus Europa

Die Ausnahmegewinne haben eine politische Debatte entfacht. Deutschland, Österreich, Spanien, Italien und Portugal drängen auf eine koordinierte EU-Steuer auf Kriegsgewinne von Energiekonzernen. Im Vereinigten Königreich prüft die Regierung eine Ausweitung des Energy Profits Levy, der derzeit bei 38 Prozent liegt.

Kein Wunder, dass Investoren das Thema genau beobachten. Eine neue Abgabe würde die außerordentlichen Gewinne zumindest teilweise aufzehren.

Bewertung und Ausblick

Die Aktie notiert knapp unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 80,01 Euro und liegt seit Jahresbeginn rund 36 Prozent im Plus. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von etwa 7,7 für das laufende Jahr und einer Dividendenrendite von 4,5 Prozent bleibt die Bewertung moderat.

Im Juni steht ein Dividendenabschlag von 0,85 Euro je Aktie an. Auf der Hauptversammlung Ende Mai in Paris dürfte das Thema Sondersteuer ebenfalls auf der Agenda stehen— und zeigen, wie das Management auf den politischen Druck reagiert.

Anzeige

TotalEnergies SE-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue TotalEnergies SE-Analyse vom 14. Mai liefert die Antwort:

Die neusten TotalEnergies SE-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für TotalEnergies SE-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 14. Mai erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

TotalEnergies SE: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu TotalEnergies SE

TotalEnergies SE Chart