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Symbolbild, KI-generiert

TotalEnergies: 100.000 Fässer täglich aus Mittlerem Osten weg

TotalEnergies verliert 100.000 Barrel täglich im Nahen Osten, profitiert aber von höheren Ölpreisen. Analysten heben Kursziele an.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Produktionseinbußen durch Hormuz-Konflikt
  • Höhere Ölpreise stützen Ergebnis
  • Analysten stufen Aktie hoch
  • Dividendensteigerung für 2025 geplant

Der Hormuz-Konflikt trifft TotalEnergies härter als jeden anderen westlichen Ölkonzern. Mit 27 Prozent seiner Kohlenwasserstoffproduktion aus dem Nahen Osten ist das französische Unternehmen unter den großen Energiekonzernen am stärksten exponiert. Am Mittwoch legt TotalEnergies seine Quartalszahlen vor — der erste vollständige Bericht seit Ausbruch der Krise.

Produktionsausfall im Nahen Osten

Im ersten Quartal 2026 hat TotalEnergies rund 100.000 Barrel Öläquivalent pro Tag im Nahen Osten verloren. Neue Projekte in Brasilien und Libyen haben den Rückgang teilweise aufgefangen. Das Gesamtvolumen blieb dadurch in etwa auf Vorquartalsniveau.

Das Explorations- und Produktionssegment dürfte trotzdem deutlich besser abschneiden als im Vorjahr. Der Ölpreis lag im Schnitt 12,40 Dollar je Barrel höher als im Vorquartal. Dieser Preisanstieg — inklusive eines Verzögerungseffekts in den Vereinigten Arabischen Emiraten — wirkt sich direkt auf das Ergebnis aus. Die Verschuldungsquote soll zum Quartalsende bei rund 15 Prozent liegen.

Analysten uneins über Kursziel

Die Hormuz-Krise hat eine Welle von Neubewertungen ausgelöst. Kepler Cheuvreux hat TotalEnergies von „Reduce“ auf „Hold“ hochgestuft und das Kursziel von 55 auf 79 Euro angehoben. Die Analysten begründen den Schritt damit, dass der US-Iran-Konflikt ihre bisherige pessimistische Einschätzung für Öl- und Gaspreise untergraben hat.

TD Cowen hält an seiner Kaufempfehlung fest, senkte aber das Kursziel von 106 auf 102 Dollar. Die Bank erwartet für 2026 einen operativen Cashflow von 36 Milliarden Dollar. Außerdem rechnet TD Cowen damit, dass TotalEnergies überschüssige Mittel zunächst zum Schuldenabbau nutzt — bevor die Aktionärsausschüttungen steigen. Das Rückkaufvolumen könnte von 4,8 Milliarden Dollar in diesem Jahr auf 8 Milliarden Dollar 2027 wachsen. BNP Paribas stufte die Aktie im April auf „Outperform“ hoch, J.P. Morgan bestätigte seine Kaufempfehlung.

Dividende und Erneuerbare

Für die Hauptversammlung am 29. Mai schlägt der Vorstand eine Schlussdividende von 0,85 Euro je Aktie vor. Das brächte die Gesamtdividende für 2025 auf 3,40 Euro — ein Plus von 5,6 Prozent gegenüber 2024.

Im Hintergrund läuft der Ausbau des Erneuerbaren-Portfolios weiter. TotalEnergies hat die Genehmigung für den Offshore-Windpark Outer Dowsing erhalten. Die installierte Kapazität liegt aktuell bei über 34 Gigawatt brutto.

Die Aktie notiert bei rund 77 Euro — knapp unter dem 52-Wochen-Hoch von 80 Euro und etwa 8 Prozent unterhalb des Analystenkonsensziels. Seit Jahresbeginn hat der Kurs fast 37 Prozent zugelegt. Wie stark der Produktionsausfall im Nahen Osten das Quartalsergebnis belastet hat, zeigt sich am Mittwoch.

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