Bis Ende April entscheidet sich, wer Kanadas U-Boot-Flotte der Zukunft baut. Für TKMS geht es dabei um einen Auftrag im zweistelligen Milliardenbereich — und die Kieler sind gut positioniert.
Überarbeitete Angebote bis 29. April
Die kanadische Regierung hat beide Bieter — TKMS und den südkoreanischen Konkurrenten Hanwha — aufgefordert, ihre Angebote bis zum 29. April zu überarbeiten. Die ursprünglichen Vorschläge lagen bereits seit dem 2. März vor, doch Ottawa will die Offerten stärker an aktuellen Verteidigungs- und Industrieprioritäten ausrichten. Eine Entscheidung über den bevorzugten Lieferanten wird für Mai oder Juni 2026 erwartet.
TKMS hat sich in den vergangenen Wochen gezielt auf die kanadische Anforderung nach lokaler Wertschöpfung vorbereitet. Vereinbarungen mit Finkl Steel für strategische Werkstoffe und mit E3 Lithium für kritische Mineralien aus Nordamerika sollen die Chancen im Bieterverfahren stärken.
Zwei neue Partnerschaften im Rücken
Parallel zum Kanada-Prozess hat TKMS zwei weitere Kooperationen bekanntgegeben. Mit der spanischen Staatswerft Navantia unterzeichnete das Unternehmen ein Memorandum of Understanding zur gemeinsamen Entwicklung und Produktion von Marineschiffen und U-Booten. Konkret geprüft wird eine Fertigung von U-Booten nach Kieler Entwürfen an spanischen Navantia-Standorten — ein direktes Mittel gegen Kapazitätsengpässe in der europäischen Werftindustrie.
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Hinzu kommt eine Softwarepartnerschaft mit QNX Software Systems. Echtzeit-Betriebssysteme sollen künftig direkt in globale Verteidigungsplattformen integriert werden und die Cyber-Abwehrfähigkeit der Schiffsflotten erhöhen.
Auftragsbestand als Rückenwind
Die Aktie schloss die Woche bei 88,60 Euro — ein Plus von rund 6 Prozent in sieben Tagen. Seit Jahresbeginn steht ein Kursgewinn von knapp 28 Prozent zu Buche. Der RSI liegt mit 32 im überverkauften Bereich, was technisch auf eine mögliche Stabilisierung hindeutet.
Fundamental stützt ein Auftragsbestand von über 18 Milliarden Euro die operative Planung. Neben Kanada beobachten Marktbeobachter das indische U-Boot-Programm: Nach dem Ausscheiden eines Konkurrenten gilt TKMS dort als aussichtsreicher Kandidat für sechs Einheiten der Klasse 214. Der 29. April markiert nun den nächsten konkreten Prüfstein — dann läuft die Frist für die überarbeiteten Angebote in Ottawa ab.
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