In den Kieler Werfthallen bahnt sich ein historischer Rüstungsdeal an. Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius rechnet beim U-Boot-Programm P-75I mit einem zügigen Abschluss. Innerhalb der nächsten drei Monate erwartet er die Vertragsunterzeichnung. Das Projekt bindet Indien strategisch an Deutschland und spült Milliarden in die Kassen von ThyssenKrupp Marine Systems (TKMS).
Monopolstellung beim P-75I-Projekt
TKMS verhandelt bereits seit Herbst 2025 offiziell mit der indischen Staatswerft Mazagon Dock Shipbuilders. Die Kieler sind der einzig verbliebene Bieter. Der spanische Konkurrent Navantia schied zuvor in den Feldversuchen aus. Die Technik der Südeuropäer war nicht einsatzreif. Die Folge: Ein exklusiver Verhandlungsstatus für TKMS.
Das Auftragsvolumen ist gewaltig. Schätzungen beziffern den Wert auf acht bis zwölf Milliarden US-Dollar. Im Zentrum steht die außenluftunabhängige Antriebstechnologie der Deutschen. Der Konzern liefert das System und das Know-how. Die indische Partnerwerft baut die U-Boote anschließend direkt vor Ort.
Wismar wird zur Hybrid-Werft
Das pralle Auftragsbuch erzwingt den Ausbau der Kapazitäten. TKMS investiert dafür über 200 Millionen Euro in den Standort Wismar. Dort entsteht eine neue Produktionslinie für Unterseeboote. Bis Ende 2029 plant das Unternehmen mit rund 1.500 neuen Arbeitsplätzen.
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Finanziell steht die Sparte robust da. Der Auftragsbestand übersteigt 20 Milliarden Euro. Im ersten Quartal erzielte der Konzern eine Bruttomarge von 17 Prozent. Das Management hob daraufhin die Umsatzprognose für das laufende Jahr an.
An der Börse reagieren Anleger derzeit abwartend. Die Aktie schloss am Freitag bei 81,00 Euro und verlor auf Wochensicht knapp neun Prozent. Seit Jahresanfang steht dennoch ein solides Plus von knapp 17 Prozent auf der Kurstafel.
Nächste Meilensteine im Blick
Die kommenden Wochen bringen weitere harte Fakten. Am 11. Mai veröffentlicht TKMS detaillierte Quartalszahlen. Parallel endet Ende April die Angebotsfrist für ein kanadisches U-Boot-Programm. Ein Zuschlag hier könnte die Werftauslastung für ein ganzes Jahrzehnt sichern. Ende Juni stimmt zudem der Haushaltsausschuss des Bundestages über die Finanzierung des F127-Projekts ab.
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