Der Bundestag berät in dieser Woche über die Planungssicherheit für die Meko A-200 — und rückt TKMS damit erneut ins Zentrum der deutschen Rüstungspolitik. Gleichzeitig kämpft der Kieler Schiffbauer im Ausland um Milliarden-Aufträge. Das Bild ist komplex: Rückenwind aus dem Parlament, aber kein Freifahrtschein.
Parlament sichert Zeitplan bis Mai ab
Das Bundesverteidigungsministerium verfolgt bei der Fregattenbeschaffung eine zweigleisige Strategie — ausgelöst durch Verzögerungen beim ursprünglichen Projekt F126. Für die Meko-Variante von TKMS hatte der Haushaltsausschuss bereits 50 Millionen Euro für einen Vorvertrag freigegeben, um Fertigungskapazitäten zu sichern und Material mit langen Lieferzeiten frühzeitig zu beschaffen. In den aktuellen Sitzungen geht es nun darum, Planungssicherheit bis Mai herzustellen — mit dem Ziel, ein erstes Meko-Schiff bis Dezember 2029 ausliefern zu können. Dieser Termin ist sicherheitspolitisch nicht beliebig: Die NATO erwartet entsprechende Fähigkeiten bereits ab 2028.
Parallel bewilligt der Haushaltsausschuss diese Woche weitere knapp 300 Millionen Euro für das F126-Programm. Rheinmetall Naval Systems prüft noch bis April, ob die Division das Projekt als Generalunternehmerin von der niederländischen Werft Damen übernehmen kann. CEO Tim Wagner fordert dafür beschleunigte Zertifizierungsverfahren — bei Erfolg wäre eine Auslieferung der ersten F126 bis zur zweiten Jahreshälfte 2031 denkbar. CDU-Verteidigungspolitiker Bastian Ernst begrüßte das ausdrücklich: Damit würden gleiche Wettbewerbsbedingungen wie für die Meko-Variante geschaffen.
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Kanada und Indien als strategischer Puffer
Während die innenpolitische Auftragslage noch in der Schwebe ist, hat TKMS international zuletzt konkrete Schritte unternommen. Anfang März reichte das Unternehmen sein finales Angebot für den Bau von zwölf U-Booten für die Royal Canadian Navy ein — in direkter Konkurrenz mit dem südkoreanischen Anbieter Hanwha Ocean. Eine Entscheidung der kanadischen Regierung wird bis Ende Juni 2026 erwartet.
Am 10. März folgte ein Kooperationsabkommen mit dem indischen Rüstungsunternehmen VEM Technologies zur lokalen Produktion von Schwergewichtstorpedos. Für ein Unternehmen, das erst seit Oktober 2025 eigenständig an der Börse notiert ist, baut TKMS sein internationales Standbein damit zügig aus.
Die Aktie hat seit ihrem Jahreshoch von 100,60 Euro Ende Januar rund 13 Prozent verloren und notiert aktuell bei 87,05 Euro — deutlich unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 94,76 Euro. Ob die parlamentarischen Beschlüsse dieser Woche als Katalysator wirken, hängt davon ab, wie klar der Haushaltsausschuss die Meko-Terminschiene absichert.
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