Während TKMS massiv in den Ausbau seiner Werftkapazitäten investiert, rücken auf politischer Ebene richtungsweisende Entscheidungen näher. In den kommenden Wochen geht es für den Marinekonzern um internationale Rüstungsaufträge in zweistelliger Milliardenhöhe, die die Auslastung der Standorte bis weit in die 2030er Jahre sichern könnten.
Kapazitätsausbau trifft auf Fregatten-Hängepartie
Die operative Basis für die anstehenden Herausforderungen ist solide. Im ersten Quartal erwirtschaftete das Unternehmen einen Umsatz von 545 Millionen Euro und hob die Jahresprognose für das Umsatzwachstum auf 2 bis 5 Prozent an. Diese fundamentale Stärke spiegelt sich auch in der bisherigen Jahresperformance wider: Seit Januar verzeichnet die Aktie ein Plus von knapp 26 Prozent und notiert aktuell bei 87,10 Euro.
Um den Auftragsbestand von mittlerweile über 20 Milliarden Euro abzuarbeiten, fließen bis 2029 rund 200 Millionen Euro in den Standort Wismar. Gleichzeitig droht in Berlin ein kurzfristiger Dämpfer. Das Bundesbeschaffungsamt muss bis Ende April klären, wie es mit dem erheblich verspäteten F126-Fregattenprogramm weitergeht. Übernimmt Rheinmetall hier als Generalunternehmer das Projekt, dürfte der Bedarf an der MEKO-Brückenlösung von TKMS spürbar sinken. Ein vom Haushaltsausschuss auf 250 Millionen Euro ausgeweiteter Vorvertrag für vier Fregatten sichert die Kieler Werft in diesem Szenario vorerst ab.
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Internationale Großprojekte im Visier
Unabhängig vom Ausgang des F126-Streits positioniert sich das Management für deutlich größere Volumina. Als einziger verbleibender Bieter für das F127-Luftverteidigungsprogramm hofft TKMS auf einen Zuschlag für das 26,2 Milliarden Euro schwere Projekt. Parallel läuft in Kanada das Bieterverfahren um eine U-Boot-Flotte, bei dem die Kieler als einer von zwei Finalisten antreten.
Die mittelfristige Perspektive des Unternehmens entscheidet sich an folgenden Schlüsselterminen:
* Ende April: Vorentscheidung zum F126-Fregattenprogramm in Berlin
* Mai bis Juni 2026: Endgültige Auswahl durch kanadische Behörden für das 37-Milliarden-Euro U-Boot-Projekt
* 24. Juni 2026: Abstimmung des Bundestags-Haushaltsausschusses über die F127-Finanzierung
Ob die ambitionierte Expansion in Wismar durch diese erhofften Großaufträge untermauert wird, entscheidet sich im Frühsommer. Erste Hinweise darauf, wie profitabel der bestehende Rekord-Auftragsbestand tatsächlich abgearbeitet wird, liefert der Konzern bereits am 11. Mai mit den Ergebnissen für das abgelaufene Quartal.
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