Thyssenkrupp Marine Systems (TKMS) operiert am Limit. Mit einem Auftragsbestand von über 20 Milliarden Euro lastet das bestehende Geschäft die Werften bereits massiv aus. Nun biegt das Unternehmen bei einem indischen Rüstungsdeal auf die Zielgerade ein — und bereitet sich auf die größte Ausschreibung der Firmengeschichte vor.
Regierungspakt ebnet Weg nach Indien
Ende April unterzeichneten die Verteidigungsminister Deutschlands und Indiens in Kiel eine gemeinsame „Defence Industrial Roadmap“. Das Abkommen flankiert die laufenden Verhandlungen über sechs U-Boote für die indische Marine. Dieser Auftrag besitzt ein geschätztes Volumen von rund acht Milliarden US-Dollar.
TKMS tritt bei diesem Projekt gemeinsam mit dem lokalen Partner Mazagon Dock Shipbuilders auf. Die Kieler liefern das Design und die brennstoffzellenbasierte Antriebstechnik. Den eigentlichen Bau der U-Boote übernimmt die indische Werft, um die geforderte lokale Wertschöpfung zu garantieren. Die Gespräche befinden sich in der finalen Phase.
Parallel dazu läuft das operative Geschäft auf Hochtouren. Im ersten Quartal erwirtschaftete das Unternehmen einen Umsatz von 545 Millionen Euro bei einer Bruttomarge von 17 Prozent. Daraufhin hob das Management die Jahresprognose an und erwartet nun ein leichtes Umsatzwachstum.
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Werftausbau für den Rekordbestand
Um die massiven Auftragsberge abzuarbeiten, investiert TKMS über 200 Millionen Euro in den Standort Wismar. Dort entsteht eine neue Produktionslinie für Unterseeboote. Bis Ende 2029 sollen schrittweise bis zu 1.500 neue Arbeitsplätze entstehen, abhängig vom weiteren Auftragseingang. Unter anderem ist in Wismar der Bau der Optionsboote der 212CD-Klasse für die Deutsche Marine geplant.
Entscheidung in Kanada rückt näher
Der nächste große Meilenstein steht bereits zwischen Mai und Juni an. Kanada entscheidet über die Beschaffung von zwölf konventionellen U-Booten in einem Gesamtvolumen von bis zu 37 Milliarden Euro. TKMS schickt hier die 212CD-Klasse ins Rennen und tritt gegen den südkoreanischen Konkurrenten Hanwha Ocean an. Um die Chancen zu wahren, haben die Kieler bereits strategische Partnerschaften mit kanadischen Zulieferern geschlossen.
Bevor die Entscheidung in Ottawa fällt, richtet sich der Blick auf den 11. Mai. An diesem Tag präsentiert TKMS die Zahlen für das abgelaufene Quartal. Diese Daten werden zeigen, wie schnell sich der pralle Auftragsbestand in greifbare Margen übersetzen lässt. Für das Jahr 2027 plant das Management die erste Dividendenzahlung, bei der bis zu 50 Prozent des Jahresüberschusses fließen sollen.
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