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Symbolbild, KI-generiert

TKMS Aktie: Partnerwerften statt Kiel?

Das MEKO-A-200-DEU-Programm umfasst acht Schiffe; für vier zusätzliche Einheiten sind rund 5,3 Milliarden Euro veranschlagt.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Vier weitere Fregatten nicht für Kiel vorgesehen
  • Standort der zusätzlichen Schiffe noch ungeklärt
  • Gesamtprogramm wächst auf acht Einheiten
  • Aktie seit Jahresbeginn 14 Prozent im Plus

Die geplante Serienfertigung neuer Überwasserschiffe stellt TKMS vor logistische Weichenstellungen abseits des schleswig-holsteinischen Heimatstandorts. Nach Angaben eines Unternehmenssprechers gegenüber dem NDR werden die vier zusätzlich vorgesehenen MEKO-A-200-DEU-Fregatten nicht in Kiel gebaut. Wo die Einheiten stattdessen entstehen sollen, ist gegenwärtig noch offen.

Das Unternehmen setzt für die Realisierung auf die Einbindung bestehender maritimer Industriepartner und etablierter Lieferketten. Für die Werftengruppe geht es dabei um die planmäßige Fortsetzung industrieller Prozesse, um die geforderten Fertigungsfenster im Marinegeschäft verlässlich bedienen zu können.

Offene Standortfrage für die Fregattenfertigung

Die Fregatten sind technisch für die U-Boot-Jagd vorgesehen. Mit den vier zusätzlichen Einheiten wächst das Programm auf insgesamt acht Schiffe an, womit der Bund die begonnene Beschaffungslinie industriell absichert.

Finanziell bewegt sich das Rüstungsvorhaben in Milliardenhöhe. Medienberichten zufolge sind für die vier zusätzlichen Schiffe Ausgaben von rund 5,3 Milliarden Euro veranschlagt, nachdem die vorangegangenen Einheiten mit 6,3 Milliarden Euro beziffert worden waren. TKMS selbst nannte zu den finanziellen Details der Fertigung keine konkreten Preisschilder.

Für das Management bedeutet das Großprogramm zwar eine langfristige Grundauslastung, verlangt zugleich aber eine koordinierte Einbindung externer Werftkapazitäten. Da Kiel als Fertigungsort für diese Schiffe ausscheidet, müssen Partnerwerften entlang der deutschen Küste in den Bau und die Ausrüstung der Plattformen integriert werden.

Marktreaktion und charttechnisches Bild

Am Kapitalmarkt sorgten die Weichenstellungen für das Fregattenprogramm für ein verhaltenes Echo. Am Freitag beendete das Papier den Handel bei 75,20 Euro. Damit notiert der Titel 31 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch, weist seit Jahresanfang jedoch ein Kursplus von 14 Prozent auf.

Neben dem Fregattenbau sucht das Unternehmen nach weiteren Kooperationen im Verteidigungssektor. Solche Allianzen zielen auf strategische Ergänzungen zum klassischen Marineschiffbau.

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