ThyssenKrupp Marine Systems sichert sich innerhalb von 48 Stunden zwei strategische Großprojekte: Ein 8,3-Milliarden-Dollar-Auftrag aus Indien steht vor der Ratifizierung, während eine KI-Partnerschaft die Tür zum kanadischen 43,5-Milliarden-Dollar-Markt öffnen soll. Das erst seit Oktober 2025 eigenständig notierte Rüstungsunternehmen liefert damit erste Beweise für die Richtigkeit der Abspaltungsstrategie.
Indien-Deal nach drei Jahrzehnten Verhandlung
Die zentrale Nachricht kam während des Staatsbesuchs von Bundeskanzler Friedrich Merz: Das „Project-75 (India)“ steht vor dem Abschluss. ThyssenKrupp Marine Systems und der lokale Partner Mazagon Dock Shipbuilders Limited erhalten den Zuschlag für sechs konventionelle U-Boote der Klasse 214NG.
Die Eckdaten des Mega-Auftrags:
- Vertragsvolumen: 72.000 Crore Rupien (ca. 8,3 Mrd. USD)
- Technologie: Luftunabhängiger Antrieb (AIP)
- Indienststellung: Mitte der 2030er Jahre
- Lokale Fertigung unter „Make in India“-Richtlinien
Das Projekt wurde seit 1997 diskutiert und mehrfach verschoben. Der Durchbruch nach Verhandlungsbeginn im Januar 2025 bedeutet eine Auslastung der Kieler Standorte über Jahre hinweg.
KI-Offensive gegen asiatische Konkurrenz
Parallel verkündete ThyssenKrupp Marine Systems eine Teaming-Vereinbarung mit dem kanadischen KI-Spezialisten Cohere. Die Partnerschaft zielt auf das „Canadian Patrol Submarine Project“ mit einem potenziellen Volumen von bis zu 60 Milliarden kanadischen Dollar.
Die Strategie ist klar: Während südkoreanische Wettbewerber wie Hanwha Ocean über den Preis konkurrieren, setzt ThyssenKrupp auf Technologieführerschaft. Laut CSO Thomas Keupp sollen fortschrittliche Sprachmodelle für Entscheidungsunterstützung, Informationsmanagement und Training an Bord integriert werden – unter strikter Einhaltung der Sicherheitsstandards der Royal Canadian Navy.
Was die Deals bedeuten
Der Indien-Auftrag allein rechtfertigt die Abspaltung vom Mutterkonzern. Die Kombination aus westlicher Hochtechnologie und lokaler Fertigung minimiert politische Risiken in einem Markt, der jahrzehntelang als unkalkulierbar galt.
Die Cohere-Allianz ist taktisch noch bedeutsamer: Sie positioniert ThyssenKrupp als ersten maritimen Rüstungskonzern, der KI-Integration als Differenzierungsmerkmal gegen reine „Hardware-Anbieter“ einsetzt. Die kanadische Entscheidung wird für März 2026 erwartet. Ein zweiter Zuschlag würde die Wachstumsprognosen drastisch verändern.
Analysten dürften ihre Modelle zeitnah anpassen. Die technische Frage lautet nun: Ist der Indien-Deal bereits eingepreist oder bewertet der Markt das Neugeschäftspotenzial durch die KI-Strategie höher? Die formelle Vertragsunterzeichnung in Indien wird für März 2026 erwartet.
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