Citigroup hat TKMS Anfang April von „Neutral“ auf „Buy“ hochgestuft — und trifft damit auf ein Unternehmen, das gerade auf mehreren Ebenen gleichzeitig Fahrt aufnimmt. Analyst Charles Armitage begründete das Upgrade mit dem jüngsten Kursrückgang, der nun einen attraktiven Einstiegspunkt geschaffen habe. Das Kursziel bleibt bei 100 Euro.
Am 1. April legte die Aktie auf Tradegate zeitweise um rund vier Prozent zu. Auch mwb research hält an einer konstruktiven Einschätzung fest und verweist auf die anhaltende Nachfrage nach Marinekapazitäten und Serviceerlösen.
MEKO-Fregatten sichern die Heimatfront
Parallel zum Kapitalmarktimpuls festigt sich TKMS‘ Position im deutschen Heimatmarkt. Die Bundeswehr bestellt vier MEKO A-200 DEU-Fregatten als Brückenlösung — unabhängig vom weiterhin verzögerten F126-Programm, bei dem Rheinmetall die Generalauftragnehmerschaft von der niederländischen DAMEN-Werft übernehmen soll. Das Beschaffungsamt BAAINBw hat die Bewertungsphase bis Ende April angesetzt.
Der im Januar geschlossene Vorvertrag wurde auf rund 250 Millionen Euro ausgeweitet. Das erste Schiff soll bis Dezember 2029 ausgeliefert werden — rechtzeitig, um NATO-Verpflichtungen zu erfüllen.
Singapur als Servicestandbein
Neben dem Heimatmarkt baut TKMS seine internationale Präsenz gezielt aus. Ende März unterzeichneten TKMS-CEO Oliver Burkhard und ST Engineering in Singapur ein Memorandum of Understanding für ein gemeinsames Wartungs- und Servicezentrum — in Anwesenheit der Verteidigungsminister beider Länder. Geplant sind Überholungen, Instandsetzungen und Modernisierungen für Marinen, die TKMS-U-Boote betreiben.
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Die operative Grundlage steht: Singapur hat sechs U-Boote der Invincible-Klasse bestellt, drei sind bereits ausgeliefert. Zwei weitere folgen bis 2028. Solche Wartungsverträge erzeugen planbare, wiederkehrende Einnahmen — ein struktureller Vorteil gegenüber dem klassischen Rüstungsgeschäft mit seinen langen Entscheidungszyklen.
Starke Zahlen, voller Auftragsbestand
Das operative Fundament untermauert die positive Stimmung. Im ersten Quartal erzielte TKMS Erlöse von 545 Millionen Euro, eine Bruttomarge von 17 Prozent und einen positiven Free Cashflow von 33 Millionen Euro. Das Management hob daraufhin die Jahresprognose auf ein Umsatzwachstum von 2 bis 5 Prozent an — nach ursprünglich erwarteten -1 bis +2 Prozent. Der Auftragsbestand überschritt die Marke von 20 Milliarden Euro.
Zwei Entscheidungen werden den weiteren Kurs maßgeblich prägen: Kanada soll zwischen Mai und Juni 2026 über zwölf konventionelle U-Boote entscheiden — ein potenzieller Auftrag von bis zu 37 Milliarden Euro. Und am 11. Mai 2026 legt TKMS seine nächsten Quartalszahlen vor, die zeigen werden, wie profitabel der Rekordauftragsbestand tatsächlich abgearbeitet wird.
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