Der Kieler Marineschiffbauer Thyssenkrupp Marine Systems (TKMS) drückt bei seiner internationalen Expansion aufs Tempo. Mit einem neuen strategischen Abkommen in Indien bringt sich das Unternehmen für künftige Großaufträge in Stellung, während parallel der Kampf um ein gigantisches U-Boot-Projekt in Kanada in die heiße Phase geht. Diese globale Offensive wird von überraschend starken Quartalszahlen flankiert.
Strategischer Brückenkopf in Indien
Am vergangenen Dienstag unterzeichnete TKMS im indischen Hyderabad ein weitreichendes Abkommen mit dem Rüstungsunternehmen VEM Technologies. Die Tochtergesellschaft Atlas Elektronik transferiert dabei Technologien für die Produktion des Schwertorpedos SeaHake mod4. Lokalen Medienberichten zufolge sollen künftig bis zu 500 Stück pro Jahr in Indien vom Band laufen.
Dieser Schritt ist taktisch klug gewählt. Die indische Regierung pocht bei Rüstungsprojekten auf einen hohen Inlandsanteil. Wer eine heimische Lieferkette aufbaut, sichert sich einen massiven Wettbewerbsvorteil für das U-Boot-Projekt P-75I. Bei diesem Großauftrag über sechs konventionelle U-Boote ist TKMS gemeinsam mit dem staatlichen Partner Mazagon Dock Shipbuilders mittlerweile der einzige verbliebene Bieter. Die finale Vertragsunterzeichnung verschob sich zuletzt lediglich auf das neue indische Haushaltsjahr.
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Kanada-Offensive trifft auf starke Zahlen
Parallel zur Asien-Strategie greift der Konzern nach einem historischen Vertrag in Nordamerika. Gemeinsam mit Norwegen reichte TKMS ein nicht-bindendes Angebot für zwölf kanadische U-Boote ein. Das potenzielle Volumen liegt bei bis zu 37 Milliarden Euro. Um sich gegen den südkoreanischen Konkurrenten Hanwha Ocean durchzusetzen, wurden bereits proaktiv lokale Partnerschaften mit den kanadischen Unternehmen CAE und Magellan Aerospace geschmiedet.
Die operative Basis für diese Kraftakte stimmt. Im ersten Quartal erwirtschaftete das seit wenigen Monaten im MDAX notierte Unternehmen einen Umsatz von 545 Millionen Euro und hob die Jahresprognose für das Umsatzwachstum auf zwei bis fünf Prozent an. Der Auftragsbestand knackte jüngst die Marke von 20 Milliarden Euro. Diese fundamentale Stärke spiegelt sich auch am Kapitalmarkt wider: Seit Jahresbeginn verzeichnet das Papier ein sattes Plus von gut 30 Prozent und ging am Freitag bei 90,40 Euro aus dem Handel.
Die kommenden Monate bringen nun weitreichende Entscheidungen für den Schiffbauer. Zwischen Mai und Juni 2026 will die kanadische Regierung ihren finalen Beschluss fassen. Flankiert wird diese heiße Phase von den nächsten Quartalszahlen, die am 11. Mai anstehen. Sollte CEO Oliver Burkhard sowohl in Indien als auch in Kanada den Zuschlag erhalten, würde dies den Bau von bis zu 24 U-Booten innerhalb der nächsten 15 Jahre bedeuten – eine Auslastung, die die Marktposition von TKMS auf Jahre hinaus zementieren würde.
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