Die Deutsche Marine hat TKMS mit vier Fregatten des Typs MEKO A-200 DEU beauftragt, mit einer Option auf vier weitere Schiffe. Nach Konzernangaben handelt es sich um den größten Überwasser-Auftrag in der Geschichte des Unternehmens. Der Vertrag wurde nach dem Ende des dritten Geschäftsquartals unterzeichnet und soll im vierten Quartal als Auftragseingang verbucht werden.
Der Deal reiht sich in eine Serie milliardenschwerer Vorhaben ein, die TKMS in den vergangenen Wochen vorangetrieben hat. Bereits im Sommer hatte sich das Unternehmen als bevorzugter Bieter für bis zu zwölf U-Boote im kanadischen Beschaffungsprogramm positioniert, ein Auftrag mit einem Volumen von mehr als 15 Milliarden Euro.
Konzernangaben zufolge besteht Hoffnung, diesen Vertrag noch im laufenden Kalenderjahr abzuschließen. Der Auftragsbestand von TKMS liegt derzeit bei rund 20 Milliarden Euro.
Kooperationen mit Fincantieri und Navantia flankieren das Wachstum
Am vergangenen Dienstag unterzeichneten TKMS und der italienische Werftkonzern Fincantieri eine umfassende Absichtserklärung zur Vertiefung ihrer Partnerschaft im U-Boot- und Unterwasserbereich in Europa. Ein konkreter Kooperationsrahmen soll bis Jahresende folgen.
Bereits am 24. Juli hatte TKMS mit dem spanischen Rüstungskonzern Navantia eine zweite Absichtserklärung geschlossen, die ebenfalls bis Ende 2026 in einen gemeinsamen Rahmen für Produktion und Vermarktung ausgewählter U-Boot-Projekte münden soll.
Nicht jedes Vorhaben verlief zuletzt reibungslos: Ende Juli zog TKMS sein Angebot für die German Naval Yards Kiel zurück. CEO Oliver Burkhardt begründete den Schritt damit, dass die Parameter des Geschäfts nicht mehr zusammengepasst hätten.
Anleger blicken auf ein durchwachsenes Kursbild
Am heutigen Dienstag notiert die TKMS-Aktie bei 86,30 Euro, ein Plus von 1,8 Prozent gegenüber dem Schlusskurs vom Vortag bei 84,80 Euro. Auf Wochensicht steht ein Zuwachs von 3,1 Prozent zu Buche, seit Jahresbeginn hat sich das Papier um 30 Prozent verteuert. Zum 52-Wochen-Hoch von 108,80 Euro, erreicht im August, fehlen dem Kurs allerdings noch rund ein Fünftel.
Die operative Entwicklung untermauert die Auftragsdynamik: Im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2025/26 stieg der Umsatz um 19 Prozent auf 1,89 Milliarden Euro, das bereinigte EBIT legte um 13 Prozent auf 110 Millionen Euro zu.
Burkhardt verwies zudem auf eine Steigerung des bereinigten EBIT im Segment Submarines um 300 Prozent. Vor rund einem Monat hatte TKMS seine Jahresprognose deutlich angehoben – seither hat die Aktie allerdings 10,5 Prozent verloren, ein Hinweis darauf, dass operative Rekordzahlen allein die Anleger derzeit nicht überzeugen.
Für Investoren bleibt damit die Frage im Vordergrund, ob sich die Fülle an Großaufträgen – vom Fregattenvertrag über die kanadischen U-Boot-Verhandlungen bis zu den europäischen Partnerschaften – tatsächlich in nachhaltigen Cashflows niederschlägt. Der jüngste Fregattenvertrag liefert dafür zumindest ein konkretes, bereits unterzeichnetes Fundament, das im kommenden Quartalsbericht erstmals bilanziell sichtbar werden dürfte.
TKMS-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue TKMS-Analyse vom 8. September liefert die Antwort:
Die neusten TKMS-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für TKMS-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 8. September erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
TKMS: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
