Volle Auftragsbücher, eine angehobene Jahresprognose, milliardenschwere Projekte in der Pipeline — und trotzdem tritt der Kurs auf der Stelle. Bei TKMS klafft derzeit eine auffällige Lücke zwischen operativer Stärke und Kursmomentum.
Der Rückzug vom Allzeithoch bei 100,60 Euro Anfang Januar auf aktuell rund 72,60 Euro spiegelt weniger fundamentale Schwäche wider als vielmehr das Ausbleiben frischer Kurstreiber. Nach einem turbulenten ersten Quartal ist der gesamte deutsche Rüstungssektor in eine Konsolidierungsphase übergegangen — TKMS eingeschlossen.
Milliardenprojekte warten auf den Abschluss
Das operative Fundament ist dabei alles andere als wackelig. Der Auftragsbestand überschreitet nach einem Folgeauftrag aus Norwegen die Marke von 20 Milliarden Euro. Im ersten Quartal erzielte TKMS einen Umsatz von 545 Millionen Euro bei einer Bruttomarge von 17 Prozent — solide genug, um die Jahresprognose anzuheben: Das Management erwartet nun ein Umsatzwachstum von zwei bis fünf Prozent statt einer möglichen Stagnation.
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Hinter den Kulissen laufen gleich mehrere Großprojekte. Das MEKO-Fregattenprogramm für die Bundeswehr ist mit rund 240 Millionen Euro aus dem Sondervermögen vorfinanziert; bei einem Bau von bis zu acht Schiffen könnte das Gesamtvolumen auf rund acht Milliarden Euro anwachsen. Beim Nachfolgeprojekt F127 ist TKMS gemeinsam mit Rheinmetall mittlerweile der einzige verbliebene Bieter.
Ähnlich sieht es beim indischen U-Boot-Auftrag aus: Sechs Boote der Klasse 214 im Wert von rund sieben Milliarden Euro — und TKMS mit dem lokalen Partner Mazagon Dock Shipbuilders als einziger ernsthafter Kandidat, nachdem die spanische Konkurrenz wegen nicht einsatzreifer Technologien ausschied. Der Vertragsabschluss verschiebt sich ins neue indische Fiskaljahr. Parallel dazu sichert ein Mitte März in Hyderabad geschlossenes Abkommen mit VEM Technologies den Technologietransfer für die Produktion von SeaHake-Torpedos — mittelfristig sollen bis zu 500 Systeme jährlich in Indien gefertigt werden.
Mai bringt Klarheit
Der nächste konkrete Termin ist der 11. Mai 2026, wenn TKMS die Zahlen des zweiten Quartals vorlegt. Kurz darauf, voraussichtlich zwischen Mai und Juni, entscheidet Kanada über seine neue U-Boot-Flotte — ein Megaauftrag, bei dem noch das südkoreanische Unternehmen Hanwha Ocean als einziger Mitbewerber im Rennen ist. Fällt diese Entscheidung zugunsten von TKMS, dürfte das den Kurs aus seiner aktuellen Seitwärtsbewegung herauslösen.
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