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TKMS Aktie: Ein momentaner Höhepunkt!

TKMS erwartet in Kürze Entscheidungen zu milliardenschweren Fregattenaufträgen. Das Unternehmen präsentiert starke Quartalszahlen und einen Rekordauftragsbestand.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • F126-Programm: Entscheidung über Generalunternehmer
  • F127-Projekt: TKMS als letzter Bieter
  • Rekordhohes Auftragsbuch von über 20 Milliarden Euro
  • Jahresprognose nach oben korrigiert

Noch diese Woche fällt eine Weichenstellung, die das Auftragsvolumen der Kieler Werft TKMS grundlegend verändern könnte. Ende April endet die Bewertungsphase für das stockende F126-Fregattenprogramm der Bundeswehr — mit direkten Folgen für die Kieler.

Rheinmetall oder TKMS: Das F126-Dilemma

Das F126-Programm liegt rund vier Jahre hinter Plan. Im Herbst 2025 entfernte das Beschaffungsamt BAAINBw den ursprünglichen Auftragnehmer Damen aus dem Projektmanagement. Seither prüft Rheinmetall, ob der Konzern als Generalunternehmer einspringen kann. Rheinmetall-Manager Tim Wagner rechnet im Sommer mit einer Vertragsunterzeichnung.

Als Alternative bietet TKMS die Fregatte vom Typ MEKO A-200 DEU an. Der Bundestag hat dafür einen Rahmen von 7,8 Milliarden Euro bereitgestellt — genug für bis zu acht Einheiten. Bereits gesichert hat TKMS einen Auftrag über 240 Millionen Euro für vier MEKO-Fregatten als Brückenlösung bis 2029. Steigt Rheinmetall erfolgreich ein, schrumpft dieser Bedarf erheblich.

F127: Das größere Spiel

Das eigentlich bedeutendere Programm läuft parallel. Beim F127-Luftverteidigungsfregattenprogramm gilt TKMS derzeit als einziger verbleibender Bieter — ausgerechnet gemeinsam mit Rheinmetall als Partner. Das geschätzte Volumen: 26,2 Milliarden Euro.

Mitte April erhielt das Programm Rückenwind aus Washington. Das US-Außenministerium genehmigte am 17. April den möglichen Verkauf von Rüstungsgütern im Wert von 11,9 Milliarden Dollar für das Projekt. Darunter AN/SPY-6-Radaranlagen und Mark-45-Geschütze. Der Haushaltsausschuss des Bundestags stimmt am 24. Juni über die Finanzierung ab.

Solide Basis, dichter Terminkalender

In diese Entscheidungsphase geht TKMS mit starken Zahlen. Im ersten Quartal 2026 erzielte das Unternehmen 545 Millionen Euro Umsatz bei einer Bruttomarge von 17 Prozent. Das Auftragsbuch erreichte ein Rekordhoch von über 20 Milliarden Euro. Das Management hob die Jahresprognose auf zwei bis fünf Prozent Umsatzwachstum an — zuvor lautete die Spanne minus eins bis plus zwei Prozent.

Die Kursreaktion fällt positiv aus: Die Aktie legte heute knapp vier Prozent auf 83,50 Euro zu. Seit Jahresbeginn steht ein Plus von rund 21 Prozent zu Buche.

Die nächsten Meilensteine komprimieren sich auf wenige Wochen:

  • 29. April 2026: Frist für das überarbeitete U-Boot-Angebot in Kanada
  • Ende April 2026: Ende der F126-Bewertungsphase
  • Mai/Juni 2026: Vergabeentscheidung der kanadischen Regierung
  • 24. Juni 2026: Abstimmung des Haushaltsausschusses zur F127-Finanzierung

Ottawa und Berlin entscheiden in den kommenden zwei Monaten darüber, ob die Kapazitäten in Kiel und Wismar das nächste Jahrzehnt vollständig ausgelastet sein werden.

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