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Symbolbild, KI-generiert

TKMS Aktie: Ein gelungener Abschluss!

Thyssenkrupp Marine Systems erwartet bis Ende Juni Entscheidungen über Großaufträge im Wert von über 60 Milliarden Euro.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Kanada-Entscheidung über U-Boot-Auftrag
  • Fregattenprogramm F126 unter Druck
  • F127-Projekt: TKMS als einziger Bieter
  • Halbjahreszahlen am 12. Mai erwartet

Bei Thyssenkrupp Marine Systems (TKMS) herrscht nach außen hin Funkstille. Das Unternehmen befindet sich bis zur Vorlage der Halbjahreszahlen in einer sogenannten Quiet Period. Hinter verschlossenen Türen geht es in den kommenden Wochen um Aufträge mit einem Gesamtvolumen von über 60 Milliarden Euro.

An der Börse zeigt sich ein gemischtes Bild. Seit Jahresbeginn liegt die Aktie mit gut 21 Prozent im Plus und schloss am Mittwoch bei 84,10 Euro. Ein RSI-Wert von 32,4 deutet aktuell auf eine leicht überverkaufte Situation hin. Anleger positionieren sich für die anstehenden Weichenstellungen.

Das kanadische U-Boot-Rennen

Gestern lief die Frist für das überarbeitete Angebot im kanadischen U-Boot-Programm ab. Ottawa fordert für das 37 Milliarden Euro schwere Projekt weitreichenden Technologietransfer sowie lokale Partnerschaften. TKMS konkurriert hier direkt mit dem südkoreanischen Anbieter Hanwha Ocean.

Ein kanadischer Medienbericht bringt eine neue Variante ins Spiel. Demnach erwägt die Regierung intern, den Auftrag aufzuteilen — TKMS für die Atlantik- und Hanwha für die Pazifikküste. Die offizielle Vergabeentscheidung steht planmäßig Ende Juni an.

Fregatten-Poker im Inland

Parallel zur Kanada-Frist endete die Bewertungsphase für das deutsche Fregattenprogramm F126. Rheinmetall drängt als neuer Generalunternehmer in das Projekt. Marktbeobachter werten dies als Risiko für das MEKO-Geschäft von TKMS, das bisher als Brückenlösung für Verzögerungen bei der U-Boot-Jagd fungierte. Das Kieler Unternehmen hat sich strukturell abgesichert, da der Bundestag einen milliardenschweren Rahmen für alternative Lösungen bereithält.

Beim Luftverteidigungsprogramm F127 sieht die Lage komfortabler aus. TKMS gilt als einziger verbliebener Bieter für das 26-Milliarden-Projekt. Am 24. Juni stimmt der Haushaltsausschuss über die Finanzierung ab.

Kapazitätsausbau und Zahlenwerk

Operativ zeigt sich der Konzern robust. CFO Paul Glaser bestätigte kürzlich einen Auftragsbestand von mehr als 20 Milliarden Euro. Um dieses Volumen abzuarbeiten, fließen über 200 Millionen Euro in den Standort Wismar. Dort entsteht unter anderem eine neue Produktionslinie für U-Boote.

Den nächsten fundamentalen Datenpunkt liefert der Halbjahresbericht am 12. Mai. Hier rückt besonders die im Börsenprospekt angekündigte Ausschüttungsquote in den Fokus. Spätestens Ende Juni fallen dann mit der Abstimmung zum F127-Programm und der kanadischen U-Boot-Vergabe die Entscheidungen, die das Wachstum der kommenden Jahre definieren.

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