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Symbolbild, KI-generiert

TKMS Aktie: Die U-Boot-Chancen!

Laufende Fregattenaufträge sichern TKMS Auslastung bis 2035; mwb research sieht zudem U-Boot-Chancen in Indien und Kanada.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • mwb research hält an Kaufempfehlung fest
  • Kursziel bleibt bei 140 Euro
  • Fregattenfertigung reicht bis ins Jahr 2035
  • U-Boot-Potenzial in Indien und Kanada

Das Analysehaus mwb research hat seine Kaufempfehlung für TKMS mit einem Kursziel von 140 Euro bestätigt. Die Experten verweisen neben der langfristigen Auslastung durch deutsche Marineprogramme insbesondere auf zusätzliche internationale Potenziale im U-Boot-Geschäft. Im heutigen Handel notiert der Titel bei 75,90 Euro, was einem Tagesminus von 2,2 Prozent entspricht.

Auftragsbestand reicht bis ins nächste Jahrzehnt

Im Zentrum der positiven Brancheneinschätzung steht die Visibilität bei den Schiffsauslieferungen. Durch die Erweiterung des Programms für MEKO-A-200-DEU-Fregatten verlängert sich der Zeithorizont für die Fertigung bis in das Jahr 2035. Der Bauvertrag für die zweite Tranche von vier zusätzlichen Fregatten umfasst ein Volumen von 5,3 Milliarden Euro. Zusammen mit den ersten vier Einheiten beläuft sich das gesamte Vorhaben auf acht Einheiten und ein Gesamtvolumen von rund 11,6 Milliarden Euro.

Die erste Einheit aus dem anfänglichen Los soll plangemäß 2029 ausgeliefert werden. Für den Rüstungskonzern bedeutet die Verdopplung der Stückzahl eine planbare Werftbelegung über ein volles Jahrzehnt. Zugleich kalkulieren Regierungsstellen für den Betrieb der zusätzlichen Schiffe bis 2045 mit weiteren Betriebsausgaben von 1,55 Milliarden Euro.

Juristische Auseinandersetzungen belasten Konzern nicht direkt

Rückenwind für die Bewertung liefert auch die juristische Einordnung des Vergabeverfahrens. Der niederländische Konkurrent Damen Naval fordert nach dem Abbruch des Vorgängerprojekts F126 rund 4,7 Milliarden Euro Schadenersatz und greift die Direktvergabe an.

Diese Klage richtet sich juristisch jedoch gegen die Bundesregierung und berührt TKMS als Auftragnehmer nicht unmittelbar. Verteidigungsminister Boris Pistorius hatte den F126-Vertrag Ende Juni wegen Verzögerungen und drohender Kostensteigerungen auf bis zu 18 Milliarden Euro gekündigt.

Damit bleibt das finanzielle Risiko aus den Schadenersatzforderungen beim Auftraggeber Bund. Für TKMS stehen stattdessen operative Anschlussaufträge im Vordergrund. Neben dem Fregattenbau hebt mwb research aussichtsreiche Akquisitionsprojekte im Ausland hervor: Insbesondere in Indien und Kanada sieht das Analysehaus Chancen auf milliardenschwere U-Boot-Aufträge.

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