ThyssenKrupp Marine Systems (TKMS) stellt die Weichen für zwei globale Großprojekte. Eine frische Software-Partnerschaft zielt direkt auf den kanadischen Markt ab. Parallel dazu laufen in Berlin die finalen Verhandlungen über ein 8-Milliarden-Dollar-Paket mit der indischen Marine. Anleger quittieren diese strategischen Fortschritte mit deutlichen Käufen.
Das Papier kletterte am Mittwoch um 2,26 Prozent auf 85,80 Euro. Damit baut der maritime Verteidigungsspezialist sein Jahresplus auf knapp 24 Prozent aus. Ein RSI-Wert von 32,4 signalisiert, dass die Aktie nach einer leichten Schwächephase wieder vermehrt Käufer anzieht.
Strategische Allianz für Kanada
Am Mittwoch meldete TKMS die Zusammenarbeit mit QNX Software Systems. Die BlackBerry-Tochter liefert hochmoderne Echtzeit-Betriebssysteme für die globalen Schiffs- und U-Boot-Plattformen. Marktbeobachter werten diesen Schritt als gezielte Vorbereitung für das kanadische U-Boot-Beschaffungsprogramm.
TKMS gilt bei dieser Ausschreibung als Finalist. Die Einbindung lokaler Software-Innovationen erhöht die operative Effizienz der Systeme. Ferner liefert die Kooperation den von der Regierung geforderten nordamerikanischen Wertschöpfungsanteil im Wettbewerb gegen den südkoreanischen Konkurrenten Hanwha Ocean.
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Milliarden-Projekt in Asien
Während in Kanada die Positionierung läuft, verdichten sich die Anzeichen für einen Großauftrag in Indien. Der indische Außenstaatssekretär Vikram Misri verhandelte am Dienstag in Berlin über das Projekt 75I. Im Zentrum stehen sechs fortschrittliche U-Boote mit außenluftunabhängigem Antrieb. Das geschätzte Auftragsvolumen liegt bei über acht Milliarden US-Dollar.
Die Boote sollen in enger Kooperation mit der indischen Werft Mazagon Dock Shipbuilders gefertigt werden. Am 21. April reist der indische Verteidigungsminister Rajnath Singh nach Berlin. Beobachter interpretieren diesen hochrangigen Besuch als Indiz für eine bevorstehende Einigung.
Die zweite Aprilhälfte bringt für TKMS messbare Meilensteine. Neben dem indischen Staatsbesuch endet bis Monatsultimo im Heimatmarkt die Bewertungsphase für das deutsche F126-Fregattenprogramm. Ein erfolgreicher Abschluss in Neu-Delhi würde die mittelfristigen Umsatzprognosen für den Unterwasserschiffbau signifikant nach oben schrauben und die Marktposition im Indopazifik langfristig absichern.
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