ThyssenKrupp Marine Systems (TKMS) steht vor der wichtigsten Phase seit dem Börsengang. Drei gigantische Rüstungsprojekte erreichen die finale Vergabe. Für den Kieler Marinebauer geht es um die Auslastung eines ganzen Jahrzehnts.
F127-Programm vor der Abstimmung
Im Heimatmarkt rückt das Luftverteidigungsprogramm F127 in den Mittelpunkt. Der Haushaltsausschuss des Bundestages stimmt Ende Juni über die Finanzierung der neuen Fregatten ab. Dabei geht es um ein geschätztes Volumen von 26 Milliarden Euro.
TKMS gilt hier, gemeinsam mit Rheinmetall, als einziger verbliebener Bieter. Die Schiffe sollen die bestehende Flotte ersetzen und der Marine erstmals eine seegestützte Raketenabwehr ermöglichen.
Internationale Milliarden-Deals
Parallel dazu laufen die Exportverhandlungen auf Hochtouren. Im Rennen um den kanadischen U-Boot-Auftrag endet in wenigen Tagen die Frist für das überarbeitete Angebot. Ottawa fordert konkrete Zusagen für zivile Industrieinvestitionen, bevor im Frühsommer die Entscheidung über das 37-Milliarden-Euro-Paket fällt.
Indes hat die indische Marine die Kostenverhandlungen für ein weiteres Großprojekt erfolgreich beendet. Im Raum steht der Bau von sechs U-Booten. Nach dem Ausscheiden eines spanischen Konkurrenten ist TKMS auch bei diesem Vorhaben der letzte verbliebene Kandidat.
Operative Stärke stützt den Kurs
Das fundamentale Geschäft untermauert diese Expansionspläne. Im abgelaufenen Quartal erwirtschaftete das Unternehmen 545 Millionen Euro Umsatz. Das Auftragsbuch erreichte zuletzt ein historisches Hoch von über 20 Milliarden Euro.
An der Börse honorieren Investoren diese Entwicklung. Die Aktie notiert aktuell bei 89,10 Euro und hält sich damit in direkter Schlagdistanz zum bisherigen Jahreshoch. Der Kurs bewegt sich stabil auf dem Niveau der mittelfristigen Trendlinien.
Dividendenpolitik vor der Bestätigung
Ab dem kommenden Mittwoch verordnet sich das Management eine strikte Kommunikationspause. Diese Quiet Period gilt bis zur Vorlage des Halbjahresberichts Mitte Mai. Im Zentrum des Interesses steht dann nicht nur die reine Umsatzentwicklung.
Laut Börsenprospekt plant der Konzern eine Ausschüttungsquote von bis zu 50 Prozent des Nettogewinns. Eine konkrete Bestätigung dieser Dividendenstrategie dürfte das Papier für institutionelle Anleger weiter aufwerten.
Die Entscheidungswelle rollt unmittelbar nach der Berichtssaison an. Erhält TKMS die internationalen Zuschläge, entstehen in der Wismarer Werft bis Ende 2029 rund 1.500 neue Arbeitsplätze. Das Votum des Bundestages im Juni liefert dann den finalen Baustein für die Auslastung der kommenden Jahre.
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