Der erst im vergangenen Oktober an die Börse gegangene U-Boot-Bauer thyssenkrupp Marine Systems (TKMS) steuert auf eine wegweisende Phase zu. In Kanada und Indien winken dem Unternehmen zwei Rüstungsaufträge im Wert von jeweils rund 12 Milliarden US-Dollar. Doch reicht die aktuelle strategische Aufstellung der Kieler Werft, um sich auf dem internationalen Parkett endgültig als dominanter Marktführer zu etablieren?
Zwei Kontinente, zwei Mega-Projekte
Um bei den lukrativen Ausschreibungen zu punkten, knüpft das Management gezielt strategische Allianzen. In Kanada, wo die veraltete Victoria-Klasse ersetzt werden soll, hat sich TKMS in dieser Woche den lokalen Trainings-Spezialisten CAE als Partner gesichert. Dieser Schritt bedient direkt die strenge Forderung der kanadischen Regierung nach inländischer Wertschöpfung und stärkt die Position gegen den südkoreanischen Konkurrenten Hanwha Ocean.
Noch konkreter sieht es in Indien aus. Dort hat das Konsortium aus TKMS und Mazagon Dock als einziger verbliebener Bieter die Verhandlungen für den Bau konventioneller U-Boote erfolgreich abgeschlossen. Nun fehlt lediglich die finale Unterschrift des Sicherheitskabinetts unter Premierminister Narendra Modi, die Insider für den Beginn des neuen Fiskaljahres erwarten.
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Rekordzahlen stützen den Kurs
Diese operativen Perspektiven spiegeln sich deutlich in der aktuellen Marktbewertung wider. Seit Jahresbeginn verzeichnet das Papier bereits ein sattes Plus von über 37 Prozent und notiert heute bei 95,30 Euro. Das Fundament für diesen Optimismus liefert ein massiver Auftragsbestand, der durch einen jüngsten Folgeauftrag aus Norwegen die Marke von 20 Milliarden Euro durchbrochen hat. Angesichts eines positiven freien Cashflows und einer verbesserten Bruttomarge im ersten Quartal hob das Unternehmen zudem die Umsatzprognose für das laufende Geschäftsjahr auf ein Wachstum von bis zu fünf Prozent an.
Um diese gewaltigen Volumina abzuarbeiten, baut TKMS seine Kapazitäten parallel aus. Der Standort Wismar wird mit Investitionen von rund 200 Millionen Euro zu einer sogenannten „Hybrid-Werft“ umgerüstet, was die gleichzeitige Fertigung mehrerer Großprojekte ermöglichen soll. Gleichzeitig positioniert sich CEO Oliver Burkhard aktiv als Konsolidierer im europäischen Marineschiffbau, was ein bereits vorliegendes Übernahmeangebot für den Kieler Rivalen German Naval Yards unterstreicht.
Die kommenden Monate bringen nun die vertraglichen Entscheidungen. Während in Indien die formale Bestätigung zeitnah ansteht, fällt das endgültige Urteil im kanadischen U-Boot-Wettbewerb voraussichtlich zwischen Mai und Juni. Zuvor wird TKMS am 11. Mai 2026 die nächsten Quartalszahlen präsentieren, die Aufschluss darüber geben werden, wie effizient der Rekord-Auftragsbestand in tatsächliche Umsätze umgewandelt wird.
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