Startseite » Europa-Märkte » TKMS Aktie: Auftragsbestand übersteigt 25 Milliarden
Symbolbild, KI-generiert

TKMS Aktie: Auftragsbestand übersteigt 25 Milliarden

TKMS erhöht den Auftragsbestand auf über 25 Milliarden Euro, während Kanada- und Indien-Projekte sowie neue Kooperationen noch offen sind.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Auftragsbestand über 25 Milliarden Euro
  • Vier Fregatten für 6,3 Milliarden
  • Verhandlungen über U-Boote mit Indien
  • Aktie seit Prognoseanhebung 11,9 Prozent schwächer

TKMS baut sein internationales Geschäft weiter aus. Nach der Übergabe des letzten U-Boots der Dolphin-Klasse an die israelische Marine am Montag rückt nun der Auftragsbestand des Kieler Werftkonzerns in den Fokus: Unter Einbeziehung der nach Bilanzstichtag vereinbarten vier MEKO A-200 DEU-Fregatten im Volumen von 6,3 Milliarden Euro steigt er auf über 25 Milliarden Euro. Zum Neun-Monats-Stichtag hatte TKMS noch 20,1 Milliarden Euro an offenen Aufträgen in den Büchern.

Zwei neue Großprojekte in Aussicht

Neben dem bestätigten Fregatten-Auftrag zeichnen sich weitere Milliardengeschäfte ab. TKMS gilt Medienberichten zufolge als bevorzugter Bieter für ein kanadisches Programm über bis zu zwölf U-Boote.

Parallel dazu führt der Konzern nach Medienberichten finale Vertragsverhandlungen mit Indien über den Bau von sechs U-Booten. Beide Projekte sind noch nicht unterzeichnet, würden den Auftragsbestand im Erfolgsfall aber deutlich über das bisherige Niveau hinausheben.

Mit Israel geht ein Kapitel der Unternehmensgeschichte zu Ende: Die Dolphin-Klasse ist mit der jüngsten Übergabe komplett ausgeliefert. TKMS kündigte zugleich an, die Zusammenarbeit mit der Nachfolgeklasse „Dakar“ fortzusetzen – ein Hinweis darauf, dass die Kundenbeziehung über das abgeschlossene Programm hinaus Bestand hat.

Kooperationsnetz wächst weiter

Die internationale Vernetzung des Werftkonzerns nimmt zusätzlich Fahrt auf. Vor gut einer Woche unterzeichnete TKMS mit dem italienischen Konzern Fincantieri eine Absichtserklärung zur Vertiefung der U-Boot- und Unterwasserkooperation, ein fester Rahmen soll bis Jahresende stehen.

Bereits Ende Juli hatte TKMS mit dem spanischen Rüstungskonzern Navantia eine zweite Absichtserklärung geschlossen – ebenfalls mit dem Ziel, bis Ende 2026 einen verbindlichen Kooperationsrahmen zu vereinbaren. Diese Partnerschaften folgen einem erkennbaren Muster: TKMS positioniert sich als europäischer Konsolidierungspartner im U-Boot-Segment, statt einzelne Aufträge isoliert zu verfolgen.

Finanziell steht der Konzern auf solidem Fundament. Vor rund einem Monat hatte TKMS seine Jahresprognose angehoben, der Konzernumsatz war in den ersten neun Monaten um 19 Prozent gestiegen, das bereinigte EBIT um 13 Prozent.

Für das laufende Geschäftsjahr peilt der Vorstand nun eine Umsatzsteigerung von 10 bis 12 Prozent sowie eine bereinigte EBIT-Marge von bis zu 6,5 Prozent an. Die Mittelfristziele von mehr als 7 Prozent EBIT-Marge bekräftigte das Unternehmen ebenfalls.

Kurs bleibt trotz operativer Stärke unter Druck

Trotz der positiven operativen Nachrichtenlage kommt die Aktie nicht recht vom Fleck. Seit der Prognoseanhebung vor rund einem Monat hat das Papier 11,9 Prozent verloren, aktuell notiert es bei 84,90 Euro und damit 1,8 Prozent niedriger als am Vortag. Der Titel liegt damit rund 2,6 Prozent unter seinem 50-Tage-Durchschnitt von 87,19 Euro, bewegt sich aber weiterhin oberhalb der 200-Tage-Linie.

Die Diskrepanz zwischen operativer Dynamik und Kursentwicklung lässt sich auch mit der allgemeinen Stimmung im Rüstungssektor erklären. Medienberichte über Lieferverzögerungen und Qualitätsprobleme bei deutschen Rüstungsherstellern sorgen sektorweit für Unruhe und belasten offenbar auch TKMS, obwohl das Unternehmen von solchen Problemen bislang nicht betroffen ist. Seit Jahresbeginn steht für die Aktie trotz der jüngsten Schwäche noch ein Plus von 28 Prozent.

Personell hat sich der Vorstand im Mai verbreitert: Dr. Andreas Görgen trat zum 15. Mai als neues Vorstandsmitglied und Chief Operations Officer der TKMS Group an. Angesichts der Vielzahl paralleler Großprojekte – von den laufenden Verhandlungen mit Indien bis zum möglichen Kanada-Zuschlag – dürfte die operative Führungsstruktur in den kommenden Monaten zusätzliches Gewicht erhalten.

Anzeige

TKMS-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue TKMS-Analyse vom 9. September liefert die Antwort:

Die neusten TKMS-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für TKMS-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 9. September erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

TKMS: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu TKMS

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Leser meines Börsendienstes erzielten über zwei Jahrzehnte einen durchschnittlichen Depotzuwachs von +576%. Meine rechtzeitigen Warnungen vor dem Crash 2008 halfen vielen Anlegern, Verluste zu minimieren.

Heute teile ich meine Expertise durch den Newsletter "Chartanalyse-Trends", den Börsendienst "Momentum Trader", Vorträge auf Messen wie der Invest Stuttgart sowie YouTube-Videos. Mein "Timing is Money"-Ansatz identifiziert optimale Ein- und Ausstiegszeitpunkte für Aktien, Gold, Kryptowährungen und weitere Anlageklassen.