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Symbolbild, KI-generiert

TKMS Aktie: Aktuelles Marktumfeld

TKMS schließt Modelltests für den Forschungseisbrecher Polarstern II erfolgreich ab und meldet einen Auftragsbestand von über 20 Milliarden Euro, während die Aktie von ihrem Höchststand korrigiert.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Erfolgreiche Eistests für neuen Forschungseisbrecher
  • Auftragsbestand übersteigt 20-Milliarden-Euro-Marke
  • Aktienkurs deutlich vom Allzeithoch entfernt
  • Wichtige Quartalszahlen und Kanada-Entscheidung stehen an

Ein 1,2-Milliarden-Euro-Auftrag, bestandene Eistests und ein Auftragsbestand jenseits der 20-Milliarden-Euro-Marke — TKMS liefert operative Fortschritte im Wochentakt. Der Kurs erzählt gerade eine andere Geschichte.

Forschungseisbrecher besteht die Eisprobe

In der Hamburgischen Schiffbau-Versuchsanstalt hat TKMS die abschließenden Modelltests für den Polarstern-Nachfolger erfolgreich absolviert. Ein 5,66 Meter langes Rumpfmodell durchfuhr dabei rund 1,80 Meter dickes Eis bei drei Knoten — unter Bedingungen, die dem realen Polareinsatz nahekommen. Gleichzeitig vergab das Unternehmen die Mehrheit der Zulieferverträge für Antriebssysteme, Lüftungsanlagen und Hydrosensoren.

Der Bau findet am Standort Wismar statt. Den Auftrag hatte TKMS im Dezember 2024 vom Alfred-Wegener-Institut erhalten, finanziert durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt. Auslieferung des rund 160 Meter langen Schiffs ist für Juni 2030 geplant. Das Projekt sichert nach Unternehmensangaben langfristig 500 Arbeitsplätze.

Technologisch setzt der Neubau auf ein 12,4-MWh-Batteriesystem für bis zu vier Stunden emissionsfreien Betrieb und trägt das Umweltzeichen „Blauer Engel“. Verträge mit Wärtsilä, Steerprop und Aker Arctic für Generatorensätze und Methanolverarbeitung wurden bereits 2025 unterzeichnet.

Starkes Rüstungsgeschäft, schwacher Kurs

Das Polarstern-Projekt unterstreicht die zivile Aufstellung von TKMS — das Kerngeschäft bleibt jedoch die Verteidigung. Der Auftragsbestand kletterte im ersten Quartal 2026 auf 18,7 Milliarden Euro, ein Folgeauftrag aus Norwegen hob den Gesamtbestand seither über 20 Milliarden Euro.

An der Börse kommt das derzeit nicht an. Die Aktie hat seit ihrem Allzeithoch von 100,60 Euro am 22. Januar binnen zwei Monaten rund 28 Prozent verloren und notiert heute bei 72,80 Euro — mit einem RSI von 32,4 im überverkauften Bereich. Auf Jahressicht steht dennoch ein Plus von gut fünf Prozent.

Ein möglicher Kurstreiber zeichnet sich für den 11. Mai ab: Dann legt TKMS den nächsten Quartalsbericht vor — kurz bevor Kanada seine Vergabeentscheidung über ein U-Boot-Programm treffen dürfte, bei dem TKMS als einer von zwei verbliebenen Finalisten im Rennen ist.

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