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TKMS Aktie: Acht Fregatten bestellt

Berlin verdoppelt Fregattenbestellung bei TKMS auf acht Einheiten. Der Aktienkurs des Schiffbauers reagiert mit einem deutlichen Kurssprung.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Bund verdoppelt Fregattenbestellung
  • Rheinmetall verliert Milliardenauftrag
  • TKMS-Aktie steigt um zwölf Prozent
  • Auftragsvolumen auf zwölf Milliarden Euro

Das deutsche Verteidigungsministerium baut seine Flottenplanung radikal um. Davon profitiert der Schiffbauer TKMS massiv. Der Bund streicht ein konkurrierendes Milliardenprojekt. Stattdessen verdoppelt Berlin die Bestellung bei TKMS auf acht Fregatten.

Strategiewechsel bei der Marine

Bisher plante die Marine mit dem Fregattenprojekt F126. Verzögerungen und steigende Kosten zwangen das Ministerium nun zum Abbruch. Die Folge: Dem Rüstungskonzern Rheinmetall entgeht ein potenzieller Großauftrag. Das Unternehmen stand kurz davor, das F126-Programm von der niederländischen Damen-Gruppe zu übernehmen.

Nun rückt das Konzept MEKO A-200 von TKMS in den Mittelpunkt. Bereits im Frühjahr bestellte der Bund erste Schiffe dieses Typs. Jetzt erhöht das Ministerium die Schlagzahl auf acht Fregatten. Analyst Alexander Neuberger vom Bankhaus Metzler sieht darin eine Verdoppelung des Auftragsvolumens.

Kurssprung nach Auftragsplus

Investoren reagierten prompt auf den Geldregen. Die TKMS-Aktie sprang am Mittwoch zeitweise um zwölf Prozent nach oben. Der Schlusskurs lag bei 84,80 Euro.

Auf Wochensicht verbucht das Papier ein Plus von gut 13 Prozent. Seit Jahresbeginn summiert sich der Gewinn auf 22 Prozent. Damit notiert der Kurs spürbar über seinem 50-Tage-Durchschnitt von 79,25 Euro.

Mehr Planungssicherheit

Der erweiterte Auftrag bringt TKMS langfristige Stabilität. Mehr Schiffe bedeuten eine verlässliche Auslastung der Werften. Parallel dazu steigen die planbaren Umsätze für die kommenden Jahre.

Experten schätzen das Gesamtvolumen des Deals auf rund 12 Milliarden Euro. Füllt dieser Betrag die Auftragsbücher wie erwartet, rückt das alte 52-Wochen-Hoch von 102,90 Euro wieder in greifbare Nähe.

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