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Symbolbild, KI-generiert

TKMS Aktie: 21-Milliarden-Auftragspolster

Thyssenkrupp Marine Systems kämpft mit Kursverlusten trotz Rekordaufträgen und startet Investorengespräche in den USA.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Roadshow in New York und Boston
  • Rekordauftragsbestand von 21 Milliarden Euro
  • Aktie verliert seit Januar über 27 Prozent
  • Mittelfristig zweistellige Wachstumsraten geplant

Volle Auftragsbücher, aber ein schwächelnder Aktienkurs. Bei Thyssenkrupp Marine Systems (TKMS) klaffen operative Realität und Börsenstimmung derzeit weit auseinander. Um gegenzusteuern, reist das Management aktuell durch die USA. Auf einer zweitägigen Roadshow in New York und Boston wirbt der Rüstungskonzern um neues Vertrauen.

Keine neuen Aufträge im Gepäck

Wer auf schnelle Großaufträge hofft, wird enttäuscht. Der US-Trip dient reiner Kapitalmarktpflege. Das Unternehmen liefert Investoren aktuelle Informationen zur Strategie und den operativen Entwicklungen. Konkrete Abschlüsse stehen in dieser Woche nicht auf der Agenda.

Diese Kommunikationsoffensive fällt in eine charttechnisch angespannte Phase. Am Dienstag schloss das Papier bei 74,60 Euro. Damit notiert der Kurs spürbar unter der 50-Tage-Linie von rund 81 Euro. Seit dem Jahreshoch im Januar hat die Aktie über 27 Prozent an Wert verloren.

Rekordwerte treffen auf Margenziele

Dabei liefert das operative Geschäft durchaus Argumente für Investoren. Bis Ende März sammelte TKMS ein Rekord-Auftragspolster von fast 21 Milliarden Euro an. Treiber dieser Entwicklung waren unter anderem neue U-Boote für Norwegen sowie Rahmenverträge für Schwergewichtstorpedos. Auch der Halbjahresumsatz stieg auf knapp 1,2 Milliarden Euro.

Die Profitabilität zieht ebenfalls leicht an. Die bereinigte operative Marge verbesserte sich auf 5,1 Prozent. Einzig der freie Cashflow rutschte mit 72 Millionen Euro ins Minus. Das Management begründet dies mit planmäßigen Ausgaben für laufende Projekte.

Für das laufende Jahr hält der Vorstand an seinen Zielen fest. Der Umsatz soll um bis zu fünf Prozent wachsen. Die Marge soll die Marke von sechs Prozent knacken. Mittelfristig plant TKMS sogar zweistellige Wachstumsraten. Das Ziel: gesicherte Erträge bis weit in die 2040er-Jahre.

Nach der US-Reise geht der Investorendialog direkt weiter. Ende Juni präsentiert sich der Konzern auf mehreren Branchenkonferenzen in Europa. Neue harte Fakten zum Geschäftsverlauf folgen dann am 12. August. An diesem Tag veröffentlicht TKMS die Zahlen für das dritte Quartal.

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