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Thyssenkrupp Aktie: Werk in Indiana geschlossen

Thyssenkrupp schließt einen Standort in Indiana, die Aktie legt dennoch zu. Analysten sehen bei dem Papier weiteres Potenzial.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Produktion in Indiana wird eingestellt
  • 230 Mitarbeiter von Schließung betroffen
  • Aktie legt binnen Monat 28 Prozent zu
  • Analysten uneins über weiteres Potenzial

Thyssenkrupp schließt einen Produktionsstandort in den USA — und die Aktie läuft trotzdem. Die Kombination aus operativer Straffung und besser als erwartetem Quartalsergebnis treibt den Kurs seit Wochen nach oben.

Werk in Indiana macht dicht

Das Unternehmen hat am 26. Mai 2026 bestätigt: Der Standort in Terre Haute, Indiana, wird geschlossen. Die Tochtergesellschaft Thyssenkrupp Presta North America betreibt das Werk. Bis zum 31. März 2027 soll die Abwicklung abgeschlossen sein.

Rund 230 Mitarbeiter verlieren ihren Job. Die Fahrwerkstechnik, die bisher in Indiana produziert wird, wandert komplett nach Hamilton, Ohio — zu Thyssenkrupp Bilstein of America. COO Viktor Molnar nennt die Konsolidierung einen notwendigen Schritt, um die US-Strukturen zu vereinfachen und die Marktposition langfristig zu sichern.

Aktie mit starkem Lauf

Der Kurs hat sich zuletzt deutlich erholt. Mit 11,46 Euro liegt die Aktie rund 28 Prozent über dem Stand vor einem Monat — und fast 60 Prozent über dem 52-Wochen-Tief von 7,15 Euro aus dem März. Vom Jahreshoch bei 13,24 Euro trennen den Titel noch knapp 14 Prozent.

Der RSI liegt bei 88,7. Das deutet auf eine technisch überkaufte Situation hin — kurzfristige Gegenbewegungen sind bei solchen Werten keine Seltenheit.

Analysten sehen noch Potenzial

Das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2025/2026 lieferte Rückenwind: Auftragseingang und bereinigtes EBIT lagen über dem Vorjahresniveau. Die Analysten haben ihre Einschätzungen aktualisiert:

  • Deutsche Bank: „Buy“, Kursziel 14,50 Euro
  • Jefferies: „Buy“, Kursziel 13,00 Euro
  • JPMorgan: „Neutral“, Kursziel 11,80 Euro
  • DZ Bank: „Halten“, fairer Wert 11,00 Euro

Das Meinungsbild ist gespalten. Deutsche Bank und Jefferies sehen beim aktuellen Kurs noch Aufwärtspotenzial. JPMorgan und DZ Bank sehen die Aktie hingegen bereits fair bewertet oder leicht überteuert.

Parallel dazu hat Vermögensverwalter Amundi seinen Stimmrechtsanteil leicht auf 4,69 Prozent gesenkt — zuvor hielt er 5,10 Prozent.

Ob das Performanceprogramm „APEX“ den erhofften Turnaround liefert, wird sich spätestens mit den nächsten Quartalszahlen zeigen. Klar ist: Die Werksschließung in Indiana ist ein konkreter Schritt — kein symbolischer.

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Diskussion zu Thyssenkrupp

Dr. Robert Sasse

Dr. Robert Sasse ist promovierter Ökonom und Unternehmer mit umfassender Expertise in Finanzmärkten und Wirtschaftstheorie. Seine akademische Ausbildung verbindet er mit praktischer Unternehmenserfahrung, um fundierte Analysen zu langfristigen Anlagestrategien zu liefern.

Als Verfechter einer marktwirtschaftlichen Ordnung fokussiert sich Dr. Sasse auf die Vermittlung von Strategien für nachhaltigen Vermögensaufbau durch Aktieninvestments. Seine wissenschaftlich fundierten Beiträge auf stock-world.de richten sich an Anleger, die eigenverantwortliche, informierte Entscheidungen für ihre finanzielle Zukunft treffen möchten.

Dr. Sasse spezialisiert sich auf die verständliche Aufbereitung komplexer ökonomischer Zusammenhänge und die praktische Anwendung von Investmentstrategien für die Altersvorsorge. Sein Ansatz kombiniert theoretisches Wissen mit klarem Praxisbezug, um Lesern Orientierung in einem dynamischen Marktumfeld zu bieten.

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