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Thyssenkrupp Aktie: Unerfreuliche Signale?

Die Verkaufsverhandlungen für Thyssenkrupp Steel Europe mit Jindal Steel & Power sind festgefahren. Die Aktie fällt auf ein neues Jahrestief, während ein US-Investor als möglicher Alternativkäufer wartet.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Verhandlungen mit indischem Käufer Jindal stocken
  • Aktienkurs erreicht neues 52-Wochen-Tief
  • Stahlsparte belastet weiterhin die Konzernbilanz
  • US-Investmentfonds Flacks Group als Plan B

Der geplante Verkauf der defizitären Stahlsparte droht für Thyssenkrupp zum Geduldsspiel zu werden. Medienberichte über festgefahrene Verhandlungen mit dem indischen Konzern Jindal Steel & Power verunsichern die Anleger. Ohne eine zeitnahe Einigung bleibt das größte Sorgenkind des Industriekonzerns vorerst ein ungelöstes Problem, das die Konzernbilanz weiter belastet.

Laut der Nachrichtenagentur Bloomberg können sich Thyssenkrupp und Jindal bei wesentlichen finanziellen und strukturellen Themen derzeit nicht einigen. Ein Unternehmenssprecher bestätigte lediglich das Fortbestehen der seit September laufenden Gespräche. Am Aktienmarkt sorgte diese Hängepartie für einen spürbaren Rücksetzer. Der Kurs rutschte am Freitag um 4,76 Prozent auf 7,92 Euro ab und markierte damit exakt ein neues 52-Wochen-Tief. Seit Jahresbeginn summiert sich der Verlust mittlerweile auf rund 18 Prozent.

Stahlgeschäft als Bremsklotz

Das europäische Stahlgeschäft leidet unter globalen Überkapazitäten, anhaltend hohen Energiepreisen und günstigen Importen aus Asien. Ein Verkauf von Thyssenkrupp Steel Europe gilt am Markt als zwingende Voraussetzung für die finanzielle Stabilisierung des Gesamtkonzerns. Erschwert wird die komplexe Transaktion durch die Forderungen der IG Metall, die einer Veräußerung nur bei umfassenden vertraglichen Beschäftigungsgarantien zustimmen will.

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Gleichzeitig zehren die laufenden Umbaumaßnahmen an der Liquidität. Die hohen Restrukturierungskosten für den geplanten Stellenabbau führten bereits im ersten Geschäftsquartal zu einem erhöhten Fehlbetrag und werden voraussichtlich auch im gesamten Geschäftsjahr 2025/26 Millionenverluste nach sich ziehen.

Plan B in der Schublade

Sollten die Gespräche mit den Indern endgültig platzen, steht offenbar bereits ein alternativer Interessent bereit. Nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters hat der US-Investmentfonds Flacks Group signalisiert, im Falle eines Abbruchs ein eigenes Angebot für den größten deutschen Stahlhersteller vorzulegen. Bis eine bindende Entscheidung fällt oder ein neuer Käufer offiziell den Ring betritt, müssen Thyssenkrupp-Aktionäre die operativen Verluste und Umbaukosten der Stahltochter vollumfänglich mittragen.

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