Thyssenkrupp liefert gerade die Art von Meldungen, die eine Transformation greifbar machen: messbare Fortschritte im Anlagenbau und erste Signale aus dem Markt für CO₂-reduzierte Materialien. Im Mittelpunkt steht dabei die Tochter Thyssenkrupp nucera – mit einem wichtigen Projektabschluss in Asien. Kann der Konzern damit das Vertrauen in seinen strategischen Kurs weiter untermauern?
Nucera meldet Projekt-Meilenstein in Thailand
Thyssenkrupp nucera hat in Thailand die Inbetriebnahme einer erweiterten Chlor-Alkali-Anlage erfolgreich abgeschlossen. Auftraggeber ist AGC Vinythai am Standort Map Ta Phut. Der Konzern verweist darauf, dass es sich um einen der bislang umfangreichsten Aufträge für die eigene e-BiTAC-Elektrolysetechnologie handelt – und damit um einen Praxisbeleg, dass die Technik im industriellen Großmaßstab funktioniert.
Hintergrund: Mit der Erweiterung reagiert der Kunde auf eine wachsende Nachfrage nach Natronlauge und PVC in Südostasien. Für nucera ist das operativ relevant, weil Großprojekte nicht nur Umsatz bringen, sondern auch Referenzen liefern – ein entscheidender Faktor im internationalen Projektgeschäft.
„Bluemint“: CO₂-reduzierter Stahl für BMW ab 2026
Auch aus der Stahlsparte kommt eine konkrete Nachricht: Thyssenkrupp hat eine Vereinbarung mit der BMW Group getroffen. Ab 2026 soll CO₂-reduzierter Stahl der Marke „bluemint“ an den Autobauer geliefert werden.
Die Botschaft dahinter ist klar: Automobilhersteller zählen zu den wichtigsten Abnehmern, wenn es um CO₂-reduzierte Werkstoffe geht. Entsprechend hat so eine Vereinbarung Signalwirkung – weniger als kurzfristiger Kurstreiber, mehr als Baustein, um die Positionierung im „grüneren“ Stahlmarkt zu stützen.
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Aktie leicht schwächer – mittelfristig aber im Plus
Am Markt reicht die Nachrichtenlage heute nicht für Rückenwind: Die Aktie notiert bei 10,52 Euro und liegt damit 2,28% unter dem Schlusskurs von gestern (10,76 Euro). Auf Sicht von zwölf Monaten steht dennoch ein Plus von 39,86% zu Buche – gleichzeitig bleibt der Abstand zum 52‑Wochen‑Hoch von 13,24 Euro mit rund 20,6% spürbar.
Operativ passen die jüngsten Meldungen in das größere Bild: Thyssenkrupp betont den Umbau weg vom reinen Stahlfokus hin zu Anlagenbau und grünen Technologien. Genau hier wirken erfolgreiche Abnahmen wie in Thailand als „Härtetest“ für die neue Story.
Im Kalender steht zudem ein weiterer Transformationspunkt: Für morgen, den 27. Februar, ist die erste ordentliche Hauptversammlung der Thyssenkrupp Marine Systems (TKMS) angesetzt, die im Oktober 2025 abgespalten und an die Börse gebracht wurde.
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