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Thyssenkrupp Aktie: Radikaler Schnitt!

Die EU verschärft die Zölle auf Billigstahlimporte, während Thyssenkrupp Werke stilllegt. Ein möglicher Verkauf der Aufzugstochter könnte frisches Kapital bringen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • EU halbiert zollfreie Stahlimportquoten ab Juli 2026
  • Produktionsstopps in Frankreich und Deutschland
  • Möglicher Verkauf von TK Elevator für bis zu 25 Mrd. Euro
  • Fokus auf grüne Stahlproduktion mit Wasserstofftechnologie

Die Europäische Union zieht die Daumenschrauben für asiatischen Billigstahl an. Für Thyssenkrupp kommt dieser politische Rettungsanker keinen Moment zu früh. Während die Politik in Brüssel scharfe Zölle beschließt, stehen in den Werken des Ruhrkonzerns die Bänder still. Ein harter Kontrast prägt derzeit die Lage des Industriegiganten.

Zölle rauf, Bänder stehen still

Ab Juli 2026 halbiert die Europäische Union die zollfreien Importquoten für Stahl auf rund 18 Millionen Tonnen jährlich. Wer mehr liefert, zahlt künftig einen Strafzoll von 50 Prozent. Thyssenkrupp fordert parallel dazu noch strengere Regeln für Elektroband. Hier haben sich die Importmengen in den vergangenen Jahren verdreifacht und dominieren mittlerweile den europäischen Markt.

Die harte Realität in den Werkshallen sieht düster aus. Die europäische Stahlindustrie nutzt aktuell nur knapp zwei Drittel ihrer Kapazitäten. Thyssenkrupp reagiert mit einem kompletten Produktionsstopp am französischen Standort Isbergues über die Sommermonate. Auch in Gelsenkirchen drosselt der Konzern die Fertigung. Rund 1.200 Arbeitsplätze sind unmittelbar gefährdet.

Ein milliardenschwerer Joker

Abseits des kriselnden Stahlgeschäfts rückt ein lukrativer Ausstieg ins Blickfeld. Die Haupteigentümer der ehemaligen Aufzugstochter TK Elevator bereiten für die zweite Jahreshälfte einen Verkauf oder Börsengang vor. Im Raum steht eine Gesamtbewertung von bis zu 25 Milliarden Euro. Thyssenkrupp hält noch gut 16 Prozent der Anteile. Eine Transaktion würde massiv frisches Kapital in die Kassen spülen.

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An der Börse honorieren Investoren die jüngsten Entwicklungen vorsichtig. Mit einem aktuellen Kurs von 8,70 Euro hat das Papier auf Monatssicht knapp sechs Prozent zugelegt. Dennoch notiert der Titel weiterhin im Minus für das laufende Jahr.

Harte Daten im Mai

Mittelfristig setzt der Konzern auf den Umbau zur grünen Produktion. In Duisburg entsteht eine Direktreduktionsanlage, die ab Ende 2027 schrittweise hochfahren soll. Sie ist auf eine massive Einsparung von CO₂-Emissionen ausgelegt. Auf der Fachmesse Tube präsentierten die Essener in dieser Woche bereits wasserstoffoptimierte Werkstoffe für künftige Pipelines.

Der weitere Kursverlauf hängt nun an konkreten Fristen. Im Mai legt das Management den Halbjahresbericht vor. Wenige Wochen später fällt in Brüssel die formelle Entscheidung über die Ausgestaltung der neuen Stahlzölle. Hält die charttechnische Unterstützung bei der Marke von 8,70 Euro, könnte die Aussicht auf den Kapitalzufluss aus dem Elevator-Verkauf die nächste Aufwärtsbewegung einleiten.

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