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Symbolbild, KI-generiert

Thyssenkrupp Aktie: Optischer Verlust, echte Last

Der bereinigte Rückgang weitete sich im Tagesverlauf aus; Jefferies hält dennoch an seiner Kaufempfehlung für Thyssenkrupp fest.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Spin-off erklärt einen Teil des Kursabschlags
  • Bereinigtes Minus stieg auf fast sieben Prozent
  • TK Accelis startete bei 28,70 Euro
  • Jefferies empfiehlt Thyssenkrupp weiterhin zum Kauf

Der Abschlag sieht dramatisch aus, ist es aber nur zum Teil. Nach der Abspaltung von TK Accelis notierte Thyssenkrupp am Vormittag zeitweise gut zwölf Prozent im Minus bei 12,90 Euro. Rechnet man den Wert des abgespaltenen Anteils heraus, bleibt ein deutlich kleinerer Verlust.

Spin-off verzerrt das Kursbild

Aktionäre erhielten je 20 Thyssenkrupp-Aktien eine Aktie des neuen Werkstoffkonzerns ins Depot gebucht. Gegenüber dem bereinigten Dienstagsschluss von 13,28 Euro schrumpft das Minus am Vormittag auf knapp drei Prozent. Zuvor waren die Papiere zwei Tage lang um knapp acht Prozent gestiegen.

TK Accelis, bis Juni als „Materials Services“ geführt, startete bei 28,70 Euro und erreichte zeitweise 30,70 Euro. Zuletzt lag der Kurs bei 29,90 Euro. Das Unternehmen kommt auf einen Umsatz von 11,4 Milliarden Euro. Für einen Tag notiert es wie der Mutterkonzern im MDax.

Stahlwerte belasten zusätzlich

Im Tagesverlauf kam Gegenwind aus der Branche. Schwache Aussagen des schwedischen Konkurrenten SSAB zum Schlussquartal in den USA schickten die europäischen Stahlwerte nach unten. Jefferies-Analyst Cole Hathorn nannte die Preisaussagen enttäuschend und hatte mit mehr gerechnet.

Thyssenkrupp verlor bereinigt um die Abspaltung fast sieben Prozent, Salzgitter büßte 6,6 Prozent ein. ArcelorMittal gab um 2,3 Prozent nach. Der Abschlag fällt damit bereinigt größer aus als die rund drei Prozent vom Vormittag.

Jefferies bleibt beim Kaufvotum

Jefferies-Analyst Tommaso Castello taxierte den Unternehmenswert von TK Accelis vorab auf 2,6 bis 4,8 Milliarden Euro. Grundlage ist ein Zielkorridor für das operative Ergebnis im Geschäftsjahr 2026/27 von 325 bis 400 Millionen Euro. Für die Thyssenkrupp-Aktie errechnet er daraus ein Potenzial von 16,80 bis 18,70 Euro und rät weiter zum Kauf.

Konzernchef Miguel López will Thyssenkrupp zur reinen Finanzholding umbauen. Das Marinegeschäft TKMS ist bereits abgespalten und ebenfalls im MDax notiert. Stahl, Autoteile und grüne Technologien sollen schrittweise folgen. Thyssenkrupp will dabei grundsätzlich Mehrheitsbeteiligungen halten, bei der Stahlsparte hält das Unternehmen auch eine Minderheitsbeteiligung für möglich.

Die nächsten Schritte hängen an diesen Verselbstständigungen. Wie hoch der Kurs nach dem Spin-off tatsächlich steht, zeigt sich erst, wenn die Verzerrung durch den Abschlag aus den Charts verschwunden ist.

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Diskussion zu Thyssenkrupp

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Leser meines Börsendienstes erzielten über zwei Jahrzehnte einen durchschnittlichen Depotzuwachs von +576%. Meine rechtzeitigen Warnungen vor dem Crash 2008 halfen vielen Anlegern, Verluste zu minimieren.

Heute teile ich meine Expertise durch den Newsletter "Chartanalyse-Trends", den Börsendienst "Momentum Trader", Vorträge auf Messen wie der Invest Stuttgart sowie YouTube-Videos. Mein "Timing is Money"-Ansatz identifiziert optimale Ein- und Ausstiegszeitpunkte für Aktien, Gold, Kryptowährungen und weitere Anlageklassen.