Der norwegische Staat hat seine Beteiligung an Thyssenkrupp reduziert. Die Position fiel von 3,16 auf 2,86 Prozent. Damit unterschreitet Norwegen die Schwelle von drei Prozent – eine formale Pflichtmeldung. Die Aktie reagiert kaum: Sie notiert am Dienstag bei 11,40 Euro, ein Minus von 0,6 Prozent.
Keine Begründung in der Mitteilung
Die Stimmrechtsmitteilung vom 2. Juni nennt weder strategische Motive noch eine operative Begründung. Die Norges Bank, welche die Beteiligung verwaltet, hat offenbar Aktien verkauft oder verliehen. In absoluten Zahlen hält Norwegen noch knapp 17 Millionen Stimmrechte.
Für Marktbeobachter ist der Schritt eine normale Portfoliosteuerung. Norwegen bleibt mit knapp drei Prozent ein relevanter Investor. Die Reduktion ist zu klein, um als Misstrauensvotum zu gelten.
Operative Lage: Aufträge ziehen an, Ergebnis bleibt schwach
Thyssenkrupp kämpft weiter mit der Transformation. Im zweiten Quartal stieg der Auftragseingang auf 10,6 Milliarden Euro – ein Plus von 32 Prozent. Der Umsatz blieb mit 8,4 Milliarden Euro leicht unter Vorjahr.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Thyssenkrupp?
Das bereinigte EBIT verbesserte sich auf 198 Millionen Euro. Die Prognose für das Gesamtjahr bleibt gedämpft: 500 bis 900 Millionen Euro operativer Gewinn, aber ein Nettoverlust von 400 bis 800 Millionen Euro. Der Free Cashflow soll zwischen minus 300 und minus 600 Millionen liegen.
Die Aktie hat sich seit dem 52-Wochen-Tief bei 7,15 Euro Ende März kräftig erholt – plus 59 Prozent. Der 50-Tage-Durchschnitt von 9,51 Euro liegt klar unter dem aktuellen Kurs. Der RSI von 64 signalisiert eine neutrale bis leicht positive Stimmung.
Ausblick: Operative Wende bleibt entscheidend
Die Veränderung in der Aktionärsstruktur ist eine Randnotiz. Der Markt zeigt sich unbeeindruckt. Entscheidend bleibt, ob Thyssenkrupp die operative Erholung fortsetzen kann. Die Aufträge legen zu, der Cashflow bleibt aber negativ. Anleger warten auf Fortschritte beim Konzernumbau.
Thyssenkrupp-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Thyssenkrupp-Analyse vom 2. Juni liefert die Antwort:
Die neusten Thyssenkrupp-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Thyssenkrupp-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 2. Juni erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Thyssenkrupp: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
