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Symbolbild, KI-generiert

Thyssenkrupp Aktie: F-126-Projekt endgültig gestoppt

Thyssenkrupp verliert Milliardenauftrag für Fregatten, startet aber eine KI-Allianz. Die Aktie fällt deutlich.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Fregattenprojekt F-126 gestoppt
  • Neue Meko-200-Schiffe geplant
  • KI-Partnerschaft mit Hitachi-Tochter
  • Aktie fällt unter 50-Tage-Linie

Das Verteidigungsministerium zieht beim Fregattenprojekt F-126 endgültig den Stecker. Für Thyssenkrupp bedeutet diese Entscheidung einen harten Bruch im Rüstungsgeschäft. Parallel dazu schickten Investoren das Papier am Freitag massiv in den Keller. Der Kursrutsch von fast sieben Prozent offenbart die aktuelle Nervosität der Märkte.

Kurswechsel im Marineschiffbau

Die Marinesparte TKMS muss sich völlig neu aufstellen. Der Bund hat das geplante Fregattenprojekt gestoppt. Stattdessen soll Thyssenkrupp nun acht kleinere Meko-200-Fregatten bauen. Brisant: In die Vorarbeiten des alten Projekts flossen bereits rund 2,3 Milliarden Euro an Steuergeldern.

Die Gewerkschaft IG Metall schaltet sich nun in die Debatte ein. Sie fordert eine feste Einbindung deutscher Werften beim Bau der neuen Schiffe. Auch die von Rheinmetall übernommene NVL soll zwingend an Bord bleiben. Das erklärte Ziel: Arbeitsplätze und maritimes Fachwissen im Land halten.

KI-Offensive trifft auf Stahlkrise

Abseits der Werften treibt der Konzern die Automatisierung voran. Thyssenkrupp startet eine Allianz mit der Hitachi-Tochter GlobalLogic. Gemeinsam wollen sie physische Künstliche Intelligenz in die Schwerindustrie bringen. Autonome Roboter sollen Engpässe lösen und die Produktion sicherer machen.

Die Realität im Stahlgeschäft sieht derweil düster aus. Die Sparte schreibt tiefrote Zahlen. Die IG Metall schließt eine Nullrunde in der aktuellen Tarifrunde kategorisch aus. Sie verlangt angesichts der Krise einen nationalen Stahlgipfel. Bis Ende 2026 laufen die aktuellen Tarifverträge in den Regionen aus.

Indischer Großauftrag und Chartbild

Ein Lichtblick bleibt das internationale Exportgeschäft. In Indien winkt der Bau von sechs U-Booten. Bundeskanzler Friedrich Merz hatte das Projekt in Mumbai Anfang des Jahres persönlich beworben. Solche Großaufträge sichern die langfristige Auslastung der Werften.

An der Börse hinterlässt der radikale Umbau deutliche Spuren. Die Aktie fiel am Freitag auf 10,31 Euro. Damit rutschte der Kurs unter den wichtigen 50-Tage-Durchschnitt.

Seit Jahresbeginn steht dennoch ein Plus von 6,60 Prozent auf der Anzeigetafel. Rutscht das Papier in den kommenden Tagen unter die psychologische Marke von 10,00 Euro, drohen aus charttechnischer Sicht weitere Abverkäufe.

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Redaktion Kapitalmarktexperten

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