Die Stimmung unter den Analysten zur Thyssenkrupp-Aktie bleibt mehrheitlich positiv – aber so recht einheitlich will das Bild nicht werden. 5 von 8 erfassten Experten raten zum Kauf, 2 zum Halten, einer zum Verkauf. Das durchschnittliche Kursziel: 12,36 Euro. Der aktuelle Kurs liegt bei 11,72 Euro – immerhin 21 Prozent Plus seit Jahresbeginn.
Die Kluft zwischen den einzelnen Voten ist beachtlich. Die Deutsche Bank setzt das Ziel auf 14,50 Euro, Jefferies auf 13,00 Euro. JPMorgan nennt zwei gestaffelte Werte (11,80 und 10,10 Euro), Barclays bleibt mit 9,00 Euro am unteren Ende. Das zeigt: Der Konzernumbau, die Stahlmärkte und die operative Qualität werden sehr unterschiedlich bewertet.
Starke Monatsperformance verengt den Spielraum
Der jüngste Kurslauf hat die Luft nach oben dünner gemacht. Auf Wochensicht legte die Thyssenkrupp-Aktie 3,5 Prozent zu, auf Monatsbasis waren es über 34 Prozent. Der RSI liegt bei 64,2 – technisch noch Platz, aber kein günstiges Einstiegsniveau mehr. Die Spanne zum durchschnittlichen Analystenziel ist auf knapp über 5 Prozent geschrumpft.
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Mit 38 Prozent Plus auf Zwölfmonatssicht und 63 Prozent über dem 52-Wochen-Tief von 7,15 Euro hat der Markt einen Teil der positiven Erwartungen bereits vorweggenommen. Vom Hoch bei 13,24 Euro trennen den Kurs noch rund 11,5 Prozent – auch das kein gewaltiger Puffer mehr.
Operative Fortschritte, aber kein Durchbruch
Die Analystenstimmung stützt sich auf die jüngsten Quartalszahlen. Der Auftragseingang stieg auf 10,6 Milliarden Euro – ein Plus von 32 Prozent. Das bereinigte EBIT kletterte von 19 auf 198 Millionen Euro. Treiber war vor allem die Marinesparte, dazu kamen Effekte aus dem APEX-Performanceprogramm.
Gleichzeitig blieb der Umsatz mit 8,4 Milliarden Euro leicht unter Vorjahr. Der Konzern bestätigte die Jahresprognose für bereinigtes EBIT, Free Cashflow und Nettoergebnis. Das ist solide – aber kein Befreiungsschlag. Genau diese Mischung aus besserem Ergebnis und anhaltendem Umsatzdruck erklärt, warum die Analystenurteile trotz mehrheitlicher Kaufempfehlungen nicht einhellig ausfallen.
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