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Symbolbild, KI-generiert

Thyssenkrupp Aktie: 24 Prozent Anstieg in einem Monat

Thyssenkrupp verliert trotz positiver Deutsche-Bank-Einschätzung. Gewinnmitnahmen, Zollsorgen und der Kapitalmarkttag prägen den weiteren Blick.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Aktie gibt trotz Kaufvotum nach
  • Kapitalmarkttag rückt näher
  • TKMS zeigt erste Stabilisierung
  • Stahl bleibt vom Zollthema betroffen

Ein neues Kursziel der Deutschen Bank hat die Thyssenkrupp-Aktie am Dienstag nicht vor Verlusten bewahrt. Trotz des Kaufvotums gab das Papier deutlich nach – ein Signal dafür, dass Anleger nach der jüngsten Rally offenbar Gewinne mitnehmen, statt der Analystenmeinung zu folgen.

Kapitalmarkttag rückt in den Fokus

Der Kursrücksetzer fällt in eine Phase, in der Investoren zunehmend auf den anstehenden Kapitalmarkttag blicken. Dort dürfte das Management Auskunft über die strategische Ausrichtung der kommenden Jahre geben, während der Konzern gleichzeitig mit hoher Marktaufmerksamkeit für seine einzelnen Sparten kämpft.

Die Marinesparte TKMS etwa, die inzwischen als eigenständiges Papier gehandelt wird, hatte zeitweise rund ein Viertel an Wert verloren, zeigt zuletzt aber erste Stabilisierungstendenzen bei einem Kurs von 84,40 Euro.

Der aktuelle Rücksetzer bei Thyssenkrupp kommt nach einer beeindruckenden Aufholjagd: Der Kurs hat sich seit März faktisch verdoppelt und zuletzt mit 15,79 Euro ein Niveau erreicht, wie es zuletzt 2018 zu beobachten war.

Am heutigen Dienstag notiert die Aktie bei 15,41 Euro und damit 2,3 Prozent unter dem Vortagesschluss – zugleich nur knapp unter diesem 52-Wochen-Hoch. Nach einem derart steilen Anstieg wirkt eine Verschnaufpause wenig überraschend, zumal der RSI mit über 67 zuletzt in überkaufter Zone lag.

Zollrahmen bringt Planungssicherheit, Stahl bleibt Sonderfall

Ein weiterer Faktor im Hintergrund ist der EU-US-Zolldeal, den das EU-Parlament im Juni gebilligt hatte. Er sieht für den Großteil der EU-Exporte in die USA einen Zollsatz von maximal 15 Prozent vor und gilt bis Ende 2029. Stahl und Aluminium erhalten dabei eine gesonderte Behandlung innerhalb dieses Rahmens – ein Detail, das für Thyssenkrupps Stahlsparte weiterhin von zentraler Bedeutung bleibt, da die Handelsbedingungen für diese Produkte über den allgemeinen Zollsatz hinaus gesondert verhandelt werden.

Für Anleger bedeutet das: Die grundsätzliche Planungssicherheit im transatlantischen Handel ist gestiegen, doch die Sonderrolle von Stahl sorgt weiterhin für Unsicherheit darüber, wie sich die Wettbewerbsbedingungen für Thyssenkrupps Kernsparte konkret entwickeln.

Makroumfeld bleibt herausfordernd

Auch das gesamteuropäische Marktumfeld liefert an diesem Dienstag keinen Rückenwind. Steigende Ölpreise infolge der Spannungen zwischen den USA und dem Iran sowie die Erwartung einer Zinserhöhung durch die EZB am Donnerstag belasten die Stimmung an den europäischen Börsen insgesamt.

In einem solchen Umfeld fällt es zyklischen Industriewerten wie Thyssenkrupp schwerer, ihre Kursgewinne zu verteidigen, selbst wenn die fundamentale Nachrichtenlage – etwa durch positive Analystenstimmen – eigentlich stützend wirkt.

Die Diskrepanz zwischen dem Kaufvotum der Deutschen Bank und der negativen Kursreaktion zeigt, wie stark die Aktie inzwischen von kurzfristigen Gewinnmitnahmen getrieben wird. Nach einem Anstieg von rund 24 Prozent innerhalb eines Monats dürfte der bevorstehende Kapitalmarkttag zum eigentlichen Prüfstein werden: Erst dort wird sich zeigen, ob die operative Story die hohe Bewertung rechtfertigt, die der Markt der Aktie inzwischen zubilligt.

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Diskussion zu Thyssenkrupp

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Leser meines Börsendienstes erzielten über zwei Jahrzehnte einen durchschnittlichen Depotzuwachs von +576%. Meine rechtzeitigen Warnungen vor dem Crash 2008 halfen vielen Anlegern, Verluste zu minimieren.

Heute teile ich meine Expertise durch den Newsletter "Chartanalyse-Trends", den Börsendienst "Momentum Trader", Vorträge auf Messen wie der Invest Stuttgart sowie YouTube-Videos. Mein "Timing is Money"-Ansatz identifiziert optimale Ein- und Ausstiegszeitpunkte für Aktien, Gold, Kryptowährungen und weitere Anlageklassen.