Drei Gewinntage in Folge, CEO kauft für 148 Millionen Dollar eigene Aktien — und trotzdem notiert The Trade Desk noch immer rund 75 Prozent unter dem Jahreshoch. Die Erholung läuft, aber sie steht auf wackligem Boden.
Rebound vom Mehrjahrestief
Der Kurs startete seinen Lauf nahe dem 52-Wochen-Tief von 19,74 Dollar. Am Donnerstag schloss die Aktie bei 22,76 Dollar. Früher in der Woche hatte ein Stimmungsumschwung an den Märkten — ausgelöst durch Berichte über mögliche US-Iran-Friedensgespräche — einen Tagessprung von fast sechs Prozent gebracht.
Seit Jahresbeginn liegt die Aktie dennoch mehr als 40 Prozent im Minus. Das Jahreshoch von 91,45 Dollar ist weit entfernt. Marktbeobachter werten die aktuelle Bewegung eher als Short-Covering-Rally als als echte Trendwende.
Audit-Streit und Kundenflucht
Der Kursanstieg kommt trotz einer ungelösten Belastung. Der Werbekonzern Publicis hatte Kunden empfohlen, Ausgaben auf der Plattform vorübergehend zu stoppen — Auslöser war ein kritisches Drittanbieter-Audit. CEO Jeff Green reagierte öffentlich: „TTD hat noch nie ein Audit nicht bestanden.“ Die Aussage hat einige Investoren beruhigt, das grundsätzliche Problem aber nicht beseitigt.
Das Chartbild spiegelt die Unsicherheit wider. Die Aktie handelt zwar wieder über dem 20-Tage-Durchschnitt. Der 100-Tage-Durchschnitt liegt jedoch deutlich darüber, und alle längeren gleitenden Durchschnitte zeigen weiter nach unten. Kein Entwarnung-Signal.
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Analysten sehen Aufholpotenzial — mit Vorbehalt
Wall Street bleibt gespalten. Von 45 Analysten empfehlen 25 die Aktie zum Kauf, 17 raten zum Halten, drei zum Verkauf. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 31,16 Dollar — rund 37 Prozent über dem aktuellen Kurs.
Die Erwartungen für das Gesamtjahr sind moderat: Konsensschätzungen sehen einen Gewinn von 2,06 Dollar je Aktie und einen Umsatz von 3,27 Milliarden Dollar. Das wäre ein Umsatzwachstum von knapp 13 Prozent. Für ein Unternehmen, das einst mit deutlich höheren Wachstumsraten bewertet wurde, ist das wenig.
Das Management selbst gibt für das laufende Jahr einen Mindestumsatz von 678 Millionen Dollar aus — was einem Wachstum von rund zehn Prozent entspricht. Die Beschleunigung soll erst in der zweiten Jahreshälfte kommen. Ob das reicht, um verlorenes Vertrauen zurückzugewinnen, hängt maßgeblich davon ab, ob Publicis und andere Großkunden ihre Ausgaben wieder hochfahren. Die virtuelle Hauptversammlung am 4. Mai 2026 dürfte dafür ein erster Stimmungstest werden.
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