Nach monatelangen Kursverlusten sendet der Chef von The Trade Desk ein starkes Signal an den Markt. Mit dem größten Insiderkauf der Unternehmensgeschichte nutzt CEO Jeff Green die gesunkene Bewertung zum massiven Einstieg. Gleichzeitig sorgen Berichte über eine mögliche Werbe-Partnerschaft mit OpenAI für neue Wachstumsfantasien bei dem Ad-Tech-Spezialisten.
Vertrauensbeweis und strategische Chancen
In der vergangenen Woche erwarb Mitgründer und CEO Jeff Green rund sechs Millionen Aktien im Wert von knapp 148 Millionen US-Dollar. Diese Transaktion markiert den ersten nennenswerten Insiderkauf seit über einem Jahr und zeigt das Vertrauen der Führungsebene in die eigene Plattform nach den jüngsten Kursrückgängen. Flankiert wurde dieser Schritt von Berichten des Portals „The Information“, wonach The Trade Desk in fortgeschrittenen Gesprächen mit OpenAI steht. Ziel der Kooperation soll es sein, die Werbevermarktung für die Plattformen des KI-Entwicklers, darunter ChatGPT, zu übernehmen. Für OpenAI böte dies sofortigen Zugang zu einem etablierten Netzwerk von Marken und Agenturen, statt eine eigene Infrastruktur aufbauen zu müssen.
Diese doppelte Nachrichtenlage sorgte am vergangenen Donnerstag für einen Kurssprung von über 18 Prozent, obwohl der Gesamtmarkt zeitgleich unter geopolitischen Sorgen litt. Doch die anfängliche Euphorie ist mittlerweile wieder abgekühlt. Aktuell notiert das Papier bei 23,95 Euro und spiegelt damit die anhaltende Schwäche der vergangenen Monate wider. Auf Sicht von zwölf Monaten steht ein massives Minus von fast 56 Prozent zu Buche.
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Gemischte Signale bremsen Euphorie
Trotz der strategischen Perspektiven bleiben Analysten skeptisch. Der Grund dafür liegt in den jüngsten Quartalszahlen und einem verhaltenen Ausblick. Die Umsatzprognose für das erste Quartal lag rund ein Prozent unter den Schätzungen, während das erwartete operative Ergebnis (EBITDA) die Markterwartungen sogar um 13 Prozent verfehlte. In der Folge senkte Piper Sandler das Kursziel auf 28 US-Dollar, während Wedbush die Aktie auf „Underperform“ abstufte.
Zusätzlich sorgten weitere Personalien für Verunsicherung. Am Montag dieser Woche trennte sich Direktorin Kathryn Falberg von 98 Prozent ihrer Anteile im Wert von rund 4,6 Millionen US-Dollar. Zudem kündigte Vorstandsmitglied Gokul Rajaram seinen Rücktritt für Anfang April an, auch wenn das Unternehmen betonte, dass dies geordnet und ohne operative Meinungsverschiedenheiten geschieht.
Fokus auf operativer Umsetzung
Für The Trade Desk rückt nun die fundamentale Entwicklung in den Mittelpunkt. Das Umsatzwachstum hat sich in den vergangenen fünf Quartalen kontinuierlich verlangsamt. Um das Vertrauen der Anleger nachhaltig zurückzugewinnen, muss das Unternehmen in den kommenden Monaten beweisen, dass die anvisierte Umsatzprognose von 678 Millionen US-Dollar erreicht wird und sich die diskutierte OpenAI-Partnerschaft in einem formellen, umsatztreibenden Vertrag niederschlägt.
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