Unruhe beim Werbetechnologie-Spezialisten The Trade Desk: Nach nur fünf Monaten im Amt wurde Finanzchef Alex Kayyal überraschend vor die Tür gesetzt. Dieser abrupte Schritt sorgt an der Börse für erhebliche Nervosität, da kurzfristige Wechsel in der Führungsetage oft als Warnsignal interpretiert werden. Während die Aktie auf neue Tiefstände abrutscht, versucht das Unternehmen, mit einer bestätigten Prognose die Wogen zu glätten.
Überraschender Abgang
Die Nachricht der Trennung kam am Wochenende und belastete den Kurs zum Wochenstart spürbar. Dass ein CFO nach weniger als zwei Quartalen gehen muss, ist an der Wall Street selten und alarmiert Investoren, da dies oft auf interne Konflikte oder strategische Differenzen hindeutet. The Trade Desk nannte keine spezifischen Gründe für die Kündigung, die zum 24. Januar 2026 wirksam wurde.
Um das entstandene Vakuum schnell zu füllen und Vertrauen zurückzugewinnen, wurde Tahnil Davis zur Interims-Finanzchefin ernannt. Im Gegensatz zu ihrem Vorgänger kennt Davis das Unternehmen in- und auswendig: Sie ist seit elf Jahren an Bord und war zuvor als Chief Accounting Officer tätig. Diese Personalie soll in der aktuellen Übergangsphase für die nötige Kontinuität sorgen.
Operatives Geschäft stabil
Trotz des Rauswurfs scheint das Tagesgeschäft nicht beeinträchtigt zu sein. Das Management nutzte die Personalmeldung, um zeitgleich die Finanzziele für das vierte Quartal 2025 zu bestätigen. Der Umsatz soll weiterhin bei mindestens 840 Millionen US-Dollar liegen, das bereinigte EBITDA bei rund 375 Millionen US-Dollar.
Marktbeobachter werten diese Bestätigung als wichtiges Signal: Sie deutet darauf hin, dass der Personalwechsel nicht auf verfehlte Zahlen oder finanzielle Unregelmäßigkeiten im abgelaufenen Quartal zurückzuführen ist. Dennoch konnte dies den Kursrutsch auf das Niveau von rund 32 US-Dollar – und damit in die Nähe des 52-Wochen-Tiefs – zunächst nicht stoppen.
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Analysten reagieren skeptisch
Die Unsicherheit in der Führungsetage hat direkte Konsequenzen für die Bewertung der Aktie. Mehrere große Finanzinstitute reagierten prompt und senkten ihre Kursziele, da sie das erhöhte Management-Risiko neu einpreisen müssen:
- Citigroup reduzierte das Ziel von 50 auf 38 US-Dollar.
- Truist Financial nahm das Kursziel deutlich von 85 auf 60 US-Dollar zurück.
- CFRA stufte den Titel sogar von „Buy“ auf „Hold“ herab.
Der Tenor der Experten ist eindeutig: Zwar ist das operative Geschäft intakt, doch die Instabilität im C-Level drückt auf die Stimmung. Dies wiegt umso schwerer, da die Aktie in den letzten zwölf Monaten bereits rund 73 Prozent an Wert verloren hat und das Vertrauen der Anleger ohnehin angeschlagen ist.
Wirkliche Klarheit über die strategische Ausrichtung und mögliche weitere Hintergründe der Personalentscheidung wird der Markt am 25. Februar 2026 erhalten, wenn The Trade Desk die vollständigen Ergebnisse für das vierte Quartal präsentiert.
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