Unruhe in der Chefetage: The Trade Desk hat sich überraschend von Finanzvorstand Alex Kayyal getrennt. Der Schritt verunsicherte die Anleger und drückte den Aktienkurs zu Wochenbeginn deutlich ins Minus. Doch während die Personalie Fragen zur Stabilität aufwirft, liefert das Unternehmen operativ ein wichtiges Zeichen der Entwarnung.
Plötzlicher Abschied drückt den Kurs
Am Montag gab das Werbetechnologie-Unternehmen bekannt, dass das Arbeitsverhältnis mit CFO Alex Kayyal mit Wirkung zum 24. Januar beendet wurde. Als Interimslösung übernimmt Tahnil Davis, die als Chief Accounting Officer bereits seit fast elf Jahren im Unternehmen ist. Während diese interne Nachbesetzung für eine gewisse Kontinuität sorgt, wirft das schnelle Ausscheiden des extern rekrutierten Kayyal Fragen bezüglich der Stabilität im Management auf.
Der Markt reagierte prompt auf die Nachricht: Die Aktie verlor am Montag rund 7,5 Prozent an Wert und setzte den Abwärtstrend auch am Dienstag fort. Dieser Kursrutsch verschärft die ohnehin angespannte Lage für den Titel, der auf 12-Monats-Sicht bereits über 70 Prozent an Wert eingebüßt hat.
Analysten senken Kursziele
Investmentbanken reagierten zügig auf den Umbau in der Führungsetage und äußerten Bedenken hinsichtlich der Glaubwürdigkeit und Umsetzungskraft des Managements. Zwar behielten mehrere Häuser ihre Kaufempfehlungen bei, korrigierten jedoch die Kursziele nach unten:
- Rosenblatt Securities senkte das Ziel von 64 auf 53 US-Dollar und merkte an, dass die unerwartete Personal-Volatilität den Bewertungsaufschlag der Aktie gefährde.
- Truist Securities reduzierte das Ziel von 85 auf 60 US-Dollar und verwies auf die negative Stimmung, die durch solche Nachrichten entsteht.
Experten von Jefferies und Evercore ISI mahnten ebenfalls zur Vorsicht. Der schnelle Wechsel lasse Zweifel am Auswahlprozess bei der vorherigen Besetzung aufkommen.
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Operatives Geschäft bleibt stabil
Trotz der administrativen Turbulenzen bemühte sich The Trade Desk, Investoren hinsichtlich der finanziellen Gesundheit zu beruhigen. Parallel zur Personalentscheidung bestätigte das Management die Prognose für das vierte Quartal 2025. Das Unternehmen erwartet weiterhin einen Umsatz von mindestens 840 Millionen US-Dollar sowie ein bereinigtes EBITDA von rund 375 Millionen US-Dollar.
Diese Bestätigung ist ein wichtiges Signal: Sie deutet darauf hin, dass die Trennung vom Finanzvorstand nicht auf Unstimmigkeiten in den Bilanzen oder verfehlte Quartalszahlen zurückzuführen ist.
Blick auf den Februar
Der Fokus der Anleger richtet sich nun auf den 25. Februar 2026. An diesem Tag wird The Trade Desk die Ergebnisse für das vierte Quartal und das Gesamtjahr präsentieren. Investoren erwarten dann nicht nur Klarheit über die Suche nach einem dauerhaften CFO, sondern auch Bestätigung, dass strategische Partnerschaften – wie die Integration mit Disney – durch die internen Querelen nicht beeinträchtigt werden.
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