Die Aktie des Werbetechnologie-Spezialisten The Trade Desk handelt aktuell nahe mehrjähriger Tiefststände und hat rund 74 Prozent seit ihrem Allzeithoch eingebüßt. Dieser massive Kursverfall steht in einem scharfen Kontrast zu den gemeldeten Geschäftszahlen. Kurz vor dem Bericht zum vierten Quartal stehen Anleger vor der Entscheidung: Spiegelt der Absturz fundamentale Risiken wider oder handelt es sich um eine markttechnische Übertreibung?
Warten auf die Quartalszahlen
Der Fokus der Investoren richtet sich auf die kommenden Ergebnisse für das vierte Quartal 2025. Während Algorithmen einiger Finanzdatenanbieter den 11. Februar prognostizieren, deutet laut TipRanks vieles auf den 18. Februar 2026 nach Börsenschluss als bestätigten Termin hin. Eine definitive Ankündigung auf der Investor-Relations-Seite steht noch aus.
Das Management stellte zuletzt einen Umsatz von mindestens 840 Millionen US-Dollar in Aussicht. Dies würde einem Wachstum von etwa 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr entsprechen. Bereinigt um die im Vergleichszeitraum hohen Ausgaben für politische Werbung läge das prognostizierte Wachstum sogar bei rund 18,5 Prozent.
Fundamentaldaten contra Aktienkurs
Ein Blick auf die operative Entwicklung verdeutlicht die Diskrepanz zum Aktienkurs. Im dritten Quartal steigerte The Trade Desk den Umsatz um 18 Prozent auf 739 Millionen US-Dollar. Als Wachstumstreiber fungierte dabei vor allem die KI-gestützte Plattform Kokai, die besonders im Bereich Connected TV (CTV) auf hohe Nachfrage trifft.
Zwei Kennzahlen unterstreichen die Stabilität des Geschäftsmodells:
* Kundenbindung: Die Retention-Rate liegt seit elf Jahren konstant über 95 Prozent.
* Aktienrückkäufe: Das Unternehmen nutzte die niedrigen Kurse im dritten Quartal für Rückkäufe im Volumen von 310 Millionen US-Dollar und genehmigte ein weiteres Programm über 500 Millionen US-Dollar.
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Bewertung und Strategie
Trotz des Kursrückgangs auf aktuell 36,56 US-Dollar bleibt die Bewertung anspruchsvoll. Bei einer Marktkapitalisierung von rund 18 Milliarden US-Dollar wird die Aktie mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von etwa 42 gehandelt.
Strategisch treibt der Konzern seine Initiative „OpenAds“ voran. Am 6. Januar verkündete das Unternehmen die erste Welle von Partnern für dieses Programm, das auf eine effizientere Lieferkette für digitale Medien abzielt.
Im kommenden Quartalsbericht wird entscheidend sein, wie sich die Margen bei der Skalierung der Plattform entwickeln und welche Prognose das Management für das Geschäftsjahr 2026 abgibt. Besonders die organische Wachstumsdynamik ohne den Sondereffekt politischer Wahlwerbung dürfte von Analysten kritisch hinterfragt werden.
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