Die Papiere von The Trade Desk stehen am Freitag erneut im Fokus der Kritiker. Auslöser ist eine Herabstufung durch das Analysehaus Citizens, die eine fundamentale Angst am Markt schürt: Zerstört generative künstliche Intelligenz den Wettbewerbsvorteil des Werbe-Technologen? Während die Aktie auf Preisniveaus aus dem Jahr 2020 zurückfällt, wächst zudem die Sorge vor der übermächtigen Konkurrenz durch Amazon.
Downgrade und Wettbewerbsdruck
Am Freitagmorgen senkten die Analysten von Citizens das Rating für das Unternehmen von „Market Outperform“ auf „Market Perform“. Diese Abstufung drückt weiter auf die Stimmung und bestätigt den negativen Trend der letzten Monate. Die Experten begründen ihren Schritt mit strukturellen Gegenwinden: Sie argumentieren, dass generative KI die Benutzeroberflächen vereinfacht und die Wechselkosten zwischen verschiedenen Demand-Side-Plattformen (DSPs) deutlich senkt.
Damit droht der sogenannte „Burggraben“ des Unternehmens zu erodieren. Wenn Kunden technologisch bedingt einfacher zur Konkurrenz abwandern können, wird die Kundenbindung für The Trade Desk schwieriger. Hinzu kommt Amazon als wachsende Bedrohung, da der E-Commerce-Riese seine Marktanteile im Bereich der programmatischen Werbung aggressiv ausbaut. Diese Einschätzung deckt sich mit der Skepsis anderer Marktbeobachter; so hatte Bank of America Securities das Kursziel kürzlich auf 40 US-Dollar gesenkt und das Rating „Underperform“ beibehalten.
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Finanzlage und Marktreaktion
Der Aktienkurs notiert aktuell bei 36,82 US-Dollar und testet damit Unterstützungszonen, die zuletzt im Juni 2020 relevant waren. Auf Sicht von zwölf Monaten hat das Papier fast 68 Prozent an Wert eingebüßt. Selbst das im letzten Quartal um 500 Millionen US-Dollar aufgestockte Aktienrückkaufprogramm konnte diesen Abwärtstrend bislang nicht stoppen.
Trotz der pessimistischen Stimmen gibt es Lichtblicke: Rund 85 Prozent der Kunden nutzen bereits die unternehmenseigene KI-Plattform „Kokai“. Investoren stellen sich jedoch die Frage, ob diese Tools als Alleinstellungsmerkmal ausreichen oder ob die Technologie die Dienstleistung langfristig zur austauschbaren Massenware macht, die gegen die geschlossenen Systeme von Google oder Amazon verliert.
Am 18. Februar 2026 wird das Unternehmen seine Zahlen für das vierte Quartal vorlegen. Der Markt erwartet Umsätze um 841 Millionen US-Dollar. Entscheidender als ein reines Übertreffen der Erwartungen werden jedoch die Aussagen des Managements zur Kundenbindung im Zeitalter der KI sein. Ein Bruch der aktuellen charttechnischen Unterstützung könnte weiteren Verkaufsdruck auslösen, während mutige Anleger auf eine Stabilisierung durch die anstehenden Zahlen hoffen.
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