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Symbolbild, KI-generiert

The Trade Desk Aktie: Hindernisse unüberwindbar?

Die Aktie von The Trade Desk steht unter Druck, da Amazon mit niedrigen Gebieten in den DSP-Markt drängt. Analysten sind uneins über die Auswirkungen auf Margen und Kursentwicklung.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Amazon greift mit Kampfpreisen den DSP-Markt an
  • Analysten senken Bewertungen und Kursziele
  • Strukturelle Herausforderungen belasten das Geschäftsmodell
  • Aktie verlor im Vorjahr fast 70 Prozent an Wert

The Trade Desk steht unter Druck. Die Aktie hat nach einem schwierigen Jahr 2025 erneut eine Belastung erhalten – diesmal durch eine Analystinnen-Herabstufung von Citizens. Der Grund: Der Wettbewerb im Markt für programmatische Werbung verschärft sich massiv. Und ein Name taucht dabei immer häufiger auf: Amazon.

Amazon als neue Bedrohung

Der E-Commerce-Riese drängt aggressiv in den Markt für Demand-Side-Plattformen (DSPs). Was Amazon dabei in die Hände spielt: der Zugang zu einem der größten Retail-Media-Datensätze der Branche. Diese Daten verschaffen dem Konzern Vorteile beim Targeting und der Erfolgsmessung von Werbekampagnen.

Doch Amazon setzt nicht nur auf bessere Daten. Berichten zufolge unterbietet das Unternehmen The Trade Desk auch beim Preis. Bei bestimmten Deals sollen Gebühren von nur 1% veranschlagt werden – ein Kampfpreis, um Marktanteile zu gewinnen. The Trade Desk hat darauf reagiert und verhandelt mittlerweile über niedrigere Gebühren mit einigen Kunden. Das könnte die eigenen Margen im Jahresverlauf 2026 belasten.

Strukturelle Herausforderungen nehmen zu

Neben Amazon machen weitere Entwicklungen dem Unternehmen zu schaffen:

  • Das Wachstum bei offener Web-Werbung (exklusive Connected TV und Digital Audio) verlangsamt sich.
  • Geschlossene Plattformen wie Google und Meta erhöhen ihren Anteil an den digitalen Werbebudgets.
  • KI-gestützte Suchmaschinen könnten den Traffic auf Publisher-Websites reduzieren und damit auch Werbeausgaben dämpfen.
  • Generative KI vereinfacht den Werbeeinkauf – das erleichtert Werbetreibenden den Wechsel zwischen verschiedenen DSPs und schwächt die Position etablierter Anbieter.

Analysten uneins über Ausblick

Die jüngsten Entwicklungen haben die Experten gespalten. Citizens stufte die Aktie auf „Market Perform“ herab und sieht bei aktuellen Bewertungen ein ausgewogenes Chance-Risiko-Verhältnis. BofA Securities senkte das Kursziel auf 40 US-Dollar bei einer „Underperform“-Einstufung. MoffettNathanson hingegen hob die Bewertung von „Sell“ auf „Neutral“ an, mit einem Ziel von 39 US-Dollar. Guggenheim bleibt bei „Buy“, reduzierte das Kursziel jedoch auf 50 US-Dollar.

Die Aktie verlor 2025 fast 68 Prozent an Wert. Wie The Trade Desk auf die zunehmende Konkurrenz reagiert und ob die Gebührensenkungen die Margen belasten, dürfte die Kursentwicklung in den kommenden Monaten maßgeblich bestimmen.

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